Körperbewusstsein und Kreativität schulen

Werkhof-Kulturchef Volker Schwiddessen überreichte Susanne Langmann-Eyer von der Tanzetage zwei historische Bildersammlungen.
Werkhof-Kulturchef Volker Schwiddessen überreichte Susanne Langmann-Eyer von der Tanzetage zwei historische Bildersammlungen.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Seit 1991 gibt es die Ballettschule von Susanne Langmann-Eyer im Hohenlimburger Werkhof. „Tanzen ist mein Leben“, sagt die Leiterin, die früher selbst professionelle Tänzerin war und jetzt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen Tanzschritte und Choreographien beibringt.

Bei Aufräumarbeiten fand der neue Werkhof-Kulturchef Volker Schwiddessen jetzt zwei Themenseiten mit historischen Fotos.

„Solche Schätze dürfen nicht entsorgt werden“, so Schwiddessen, der deshalb diese „Schätze“ an Susanne Langmann-Eyer und ihren kleinen Tänzerinnen überreichte. Als einige dieser Fotos geschossen wurden, lebten die Mädchen noch nicht und hatten deshalb besonderen Spaß, sich die für sie historischen Bilder anzuschauen.

Choreographien für Handlungsballett

Zurück in die Gegenwart: In der Tanzetage des Werkhofes werden die Schülerinnen nach den Prinzipien der Royal Akademy of Dance (RAD) unterrichtet. Das bedeutet, dass sich die Schülerinnen auch den Prüfungen der RAD stellen können. Schülerinnen, die beispielsweise aufgrund eines Ortswechsels die Tanzetage verlassen mussten, hatten bisher keine Schwierigkeiten, in einer anderen RAD-Ballettschule Fuß zu fassen und die Prüfungen zu bestehen.

Alle Schülerinnen erarbeiten in ihrem Unterricht Choreographien für ein Handlungsballett bzw. eine Ballettvorstellung. Das Ziel des Unterrichtes ist es, ein Handlungsballett einem großen Publikum vorzustellen. Im Rahmen der Hohenlimburger Schlossspiele zeigt die Ballettschule von Susanne Langmann-Eyer jährlich intensiv geprobte Ballettstücke. So etwa „Der Nussknacker“, „Dornröschen“, „Step into Musicals“ oder „Die Puppenfee“.

„Im nächsten Jahr feiern wir unser 25-jähriges Jubiläum“, freut sich Susanne Langmann-Eyer. Übrigens: Auch 2015 wird die Tanzetage wieder bei den Schlossspielen vertreten sein.

In der Stunde „Vorschulballett“ lernen die Kinder verschiedene Rhythmen zu klatschen, zu sprechen, zu gehen, zu stampfen oder zu laufen.

Beim Kinderballett „ab sechs Jahre) wird das Körperbewusstsein geschult, in der Stunde für Kinder ab acht Jahren wird die Kreativität gesteigert und die Übungen an der Stange nehmen zu. „Tanzen sorgt für ein soziales Miteinander sowie fordert und fördert die Selbstdisziplin“, so Susanne Langmann-Eyer.

Auch Spitzentanz-Training

Das Spitzentanz-Training für Jugendliche ab 14 Jahren wird anspruchsvoller und umfangreicher.

Nach dem Training an der Stange und im Raum ohne Spitzenschuhe schließt sich ein intensives Spitzen-Training an. Die Kombinationen werden anspruchsvoller und enthalten mehr Drehungen. Für besonders begabte Schülerinnen gibt es sogar eine separate Ballettklasse. Im Mittelpunkt stehen individuelle Betreuung, Spitzentraining und umfangreiche Choreographien.