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Königsheide wird zum Unfallschwerpunkt

22.01.2015 | 00:12 Uhr

Breckerfeld. Die Meldungen, die Dietmar Trust, Pressesprecher der Polizei, mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf den Weg bringt, gleichen sich manchmal auf erschreckende Weise. Schwere Verletzte, schwere Zusammenstöße, hohe Schäden.

Gestern war es wieder so weit: Da berichtete die Kreispolizei wieder von einem Unfall an der Kreuzung Königsheider Kopf. Eine 25-jährige Gevelsbergerin, die in einem Opel in links Richtung Ennepetal abbiegen wollte, hatte offenbar einen entgegenkommenden Toyota übersehen. Dessen Fahrer wurde leicht, die Verursacherin sowie zwei Beifahrerinnen, die in dem Toyota saßen, schwer verletzt. Alle mussten mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser nach Hagen und nach Schwelm gebracht werden. Der Sachschaden liegt nach Schätzungen der Polizei bei 14 000 Euro.

Immer wieder ist es in den letzten Jahren im Bereich Deller Straße/Hagener Straße zu mehr oder weniger schweren Unfällen gekommen. Nicht alle sind der Polizei bekannt. Denn die Beamten sind erst mit im Boot, wenn eine Anzeige geschrieben wird. Ist die Schuldfrage geklärt und einigen sich die Beteiligten untereinander, erfährt die Kreispolizei in Schwelm nichts von den Karambolagen.

2013 hat die Polizei auf Königsheide drei Unfälle gezählt. Weil die alle in ihrer Entstehung miteinander vergleichbar waren, ist die Kreuzung Anfang 2014 zum Thema in der Verkehrskommission des Ennepe-Ruhr-Kreises geworden, in dem neben der Polizei auch Vertreter der Kreisverwaltung sitzen. Ergebnis: Die Geschwindigkeit soll überwacht werden, der Baum- und Strauchbewuchs soll kontrolliert werden und neue Markierungen sollen aufgebracht werden.

Landesbetrieb zuständig

„Was zu hohes Tempo angeht, ist der Bereich nicht auffällig“, so Ingo Niemann, Sprecher des EN-Kreises. Optimal sei es nach Meinung der Verkehrsexperten, an dieser Stelle einen Kreisverkehr einzurichten. Zuständig sei der Landesbetrieb Straßen NRW. Für den genössen allerdings andere Projekte Priorität.

Auch in Breckerfeld wird über das Thema Kreisverkehr immer wieder diskutiert. Dabei ging es bereits vor rund einem Jahr auch um die Frage des Standorts. Neben dem Königsheider Kopf wurde auch über die Kreuzung Frankfurter Straße/Westring/Prioreier Straße diskutiert. Entschieden ist noch nichts. „Wenn man die Unfallhäufigkeiten betrachtet, genießt für mich der Königsheider Kopf Priorität“, so Bürgermeister Klaus Baumann. Auch bei einer Versammlung der CDU zu dem Thema hatte sich eine (nicht repräsentative) Mehrheit für Königsheide ausgesprochen. „Ein Kreisverkehr würde zu deutlich niedrigeren Geschwindigkeiten führen.“ Auch Arno Förster (SPD) hatte sich vor gut einem Jahr (unsere Zeitung berichtete) für einen Kreisverkehr im Bereich Deller/Hagener Straße ausgesprochen.

Baumann will bei einem runden Tisch der Fraktionen das Thema Kreisverkehr auf die Tagesordnung setzen.

Jens Stubbe

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Königsheide wird zum Unfallschwerpunkt
Königsheide wird zum Unfallschwerpunkt
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2015-01-22 00:12
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