Koenigsee-Rundweg ist gesperrt

Seit dem 4. Februar sind die alten Betonbrücken am Koenigsee gesperrt. Die neuen Holzbrücken werden intensiv beobachtet.
Seit dem 4. Februar sind die alten Betonbrücken am Koenigsee gesperrt. Die neuen Holzbrücken werden intensiv beobachtet.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Oberbürgermeister Erik-O. Schulz hat in der Sitzung der Bezirksvertretung vom 21. Januar gut zugehört. Deshalb machte er jetzt den seit Monaten schwelenden Streit zwischen Werkhof gGmbH und Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) zur Chefsache und durchschlug am Dienstag in der Sitzung des Verwaltungsvorstandes den Knoten.

Am Tisch saßen mit Ralf Osthoff (Werkhof) und Hans-Joachim Bihs (WBH) auch die beiden Geschäftsführer der in dieser Angelegenheit verfeindeten städtischen Töchter (wir berichteten). Nach intensiven und fundierten Gesprächen wurde dann eine Lösung gefunden.

Juristische Klippen umschiffen

Dazu gilt es jedoch, zuvor einige juristische Klippen zu umschiffen. Das sollen die Mitarbeiter des Rechtsamtes der Stadt Hagen leisten. Dann wird noch in diesem Jahr der Koenigsee in den Besitz der Stadt Hagen und somit in die Obhut des Wirtschaftsbetriebes übergehen.

Von 180 000 Euro, so erfuhr diese Zeitung, die der Wirtschaftsbetrieb Hagen vom Werkhof als Entgelt für eine mögliche Sanierung der Koenigsee-Brücken erhofft hatte, sei am Ende keine Rede mehr gewesen. Weil in den zurückliegenden Wochen und Monaten genug geredet und wenig gehandelt worden ist, rückten bereits gestern Morgen drei WBH-Mitarbeiter zur ehemaligen Talsperre aus und sperrten mit Gitterzäunen die betagten Betonbrücken. Diese sollen nach den Erkenntnissen der städtischen Gutachter nicht mehr standsicher sein und deshalb abgerissen werden. Die Brücken, so erfuhr diese Zeitung, liegen auf Grund und Boden des Kaltwalzwerkes Hüsecken. Das Unternehmen hatte der Stadt Hagen einst ein Wegerecht erteilt, so dass diese jetzt für den Unterhalt zuständig ist.

Abriss so schnell wie möglich

Der geplante Abriss soll, je nach Großwetterlage, so schnell wie möglich geschehen, denn gegenwärtig ist der Rundweg um den See gesperrt.

Fußgänger, die nicht wieder umkehren wollen, müssen den Lehrpfad durch das Biotop wählen, das jedoch bei einer Hochwasserlage häufig überspült wird.

Auch der Zugang zum Erdaufschluss (Ein Blick in die Geschichte der Erde) ist seit gestern wieder dicht. Hier sollen unmittelbar nach Abriss der Brücke drei Trittsteine gesetzt werden, damit Wanderer den Nahmerbach queren können. Der Überlauf des Hüsecken-Teiches wird mit einem erosionsstarken Material verfüllt, so dass die Brücke überflüssig wird.

Weiterhin für die Öffentlichkeit begehbar bleiben die beiden Holzbrücken, denen die städtischen Gutachter aufgrund der Holzbeschaffenheit und des gewählten Leimes zwar keine Langlebigkeit garantieren, die gegenwärtig aber noch in einem akzeptablen Zustand sind.

Bleibt noch die Frage nach dem ehemaligen Koenigsee-Pumpenhäuschen. Dessen zukünftige Nutzung ist im Verwaltungsvorstand nicht diskutiert worden. Einst war von Werkhof-Geschäftsführer Peter „Pit“ Krause angedacht worden, dieses erhaltenswerte Fachwerkgebäude als Ausstellungs- oder Museumsraum zu nutzen.

Weil aktuell die Finanzierung dafür aber nicht gesichert scheint, wird sich die Bezirksvertretung noch einmal mit diesem Thema beschäftigen müssen.