„Köln trifft Bratislava“ in der Kooperativen K

Sascha Freisburger (links) und Robert Svarc stellen in der Kooperative K. aus.
Sascha Freisburger (links) und Robert Svarc stellen in der Kooperative K. aus.
Foto: Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Sascha Freisburger und Robert Svarc laden zur Werkschau „Parallelschritte“ ein. Die Gemeinschaftsausstellung in der Kooperativen K in Hagen läuft von Freitag bis Sonntag, 3. Mai.

Hagen-Haspe.. Kennengelernt haben sich die beiden vor ein paar Jahren an der Kunstakademie in Düsseldorf. Seitdem sind sie locker befreundet und stellen jetzt auch gemeinsam aus: Sascha Freisburger und Robert Svarc laden zu „Parallelschritten“ ein. Die Gemeinschaftsausstellung in der Kooperativen K läuft von Freitag bis Sonntag, 3. Mai.

„Köln trifft Bratislava“ – so könnte man die Werkschau in der Produktionsgalerie in Haspe umschreiben. Robert Svarc stammt aus Bratislava in der Slowakei. Der 32-Jährige lebt seit sieben Jahren in Deutschland. In der Kunstakademie in Düsseldorf hat er sich schwerpunktmäßig dem Zeichnen gewidmet. „Jedes Material ist wertvoll“, unterstreicht der Künstler, der mit allen Materialien – Öl, Acryl, Kohle u.s.w. – arbeitet.

Robert Svarc hat ein Atelier in Düsseldorf

Svarcs Passion sind Serien. „In den letzten Jahren hab’ ich mich mehr und mehr Serien zugewandt“, sagt er. Im Vergleich zu Einzel­stücken biete die Arbeit mit Serien eine Möglichkeit, sich in einer Art Netzwerk bewegen zu können. In der Kooperativen K zeigt der Slowake seine 12er-Serie „The Stories from Nowhere“. Die Bilder erzählen psychische Zustände von Menschen. „In ihren Situationen, in ihren Leben, bewegt sich nichts. Die Menschen haben keinen Durchblick, was sich in der Welt tut“, erläutert Robert Svarc, der ein kleines Atelier in Düsseldorf angemietet hat. „Um Geld zu verdienen, koche ich. Ich bin bei einem ganz kreativen Caterer beschäftigt. Er ist selbst Künstler.“

Kollege Sascha Freisburger hat sein Studium im letzten Jahr abgeschlossen. Der 29-Jährige lebt und arbeitet in Köln. Die Werke, die er in Haspe zeigt, sind allesamt in den letzten zwei Jahren entstanden. Freisburger sieht sich als sozialkritischer Maler, der vieles hinterfragt. In der kindlich-sarkastischen Serie „Katharsis“ widmet er sich zum Beispiel zwischenmenschlichen Beziehungen in der Gesellschaft und beleuchtet Machtverhältnisse.

Gern verwendet der 29-Jährige Öl. „An Öl-Bildern arbeite ich mich ab. Der Prozess ist körperlich -rauschhaft.“ Sein derzeitiges Lieblingsbild – ein großformatiges Ölwerk in strahlendem Blau – ist in der Kooperativen K zu sehen. „Das Bild trägt den Titel ,Die Quelle’ und ist erst vor wenigen Tagen entstanden. Wenn ich – wie bei diesem Werk – in einen Flow komme, arbeite ich ein paar Stunden durch.“