Knaller-Nachlese

Auch wenn am frühen Dienstagabend noch eine einsame, allerletzte Rakete in den Hasper Nachthimmel aufstieg – die Silvester-Knallerei gehört seit einer Woche ins Geschichtsbuch des Jahres 2015. Das gilt leider nicht für die ausgebrannten Hinterlassenschaften des Spektakels. Allerorten schlummern noch die angeweichten Reste des Feuerwerks und verschandeln das Straßenbild: auf Bürgersteigen, in Hauseinfahrten, in Straßenrinnsteinen und auf diversen Grünflächen.


Natürlich weiß jeder Anwohner für sein Revier, dass er selbstverständlich nicht zuständig ist, weil er exakt diesen Kracher ja gar nicht gezündet hat. Aber ausschließlich darauf zu vertrauen, dass allein der Hagener Entsorgungsbetrieb sich der hölzernen Raketenstäbe, zerfetzten Böller, Pappverpackungen für x-fach-Batterien und des Plastik-Unrats erbarmt, ist auch keine effektive Lösung. Genauso wenig, wie auf einen reinigenden Wintersturm oder eine zarte Schneedecke des Verschleierns zu hoffen.


Daher die Anregung: Selbst anpacken – jeder vor seiner Tür. Zehn Minuten Fitness-Training mit Besen und Kehrschaufel. Könnte sogar zu den guten Vorsätzen im neuen Jahr passen. Und alle Hagener hätten was davon . . .