Knallbuntes Minigolf im Zwergenland

Dortmund..  Nur Nostalgiker haben noch Minigolf gespielt. Doch jetzt ist die tot geglaubte Sportart wieder im Kommen: knallbunt, im Schwarzlicht und in 3D. „Glowing Rooms“ heißt das Konzept zum Putten in spektakulärer Kulisse. In Dortmund feiert Minigolf Ende April oder Anfang Mai Auferstehung als Glow-Golf.

Die Indoor-Anlage entsteht im ehemaligen Brautgeschäft am Heiligen Weg 7-9. Auf 500 Quadratmetern, so der Betreiber Sven Petersen, finden 18 Bahnen Platz. Zum Einlochen taucht man bei elektronischer Musik in drei zauberhafte Themenwelten: in ein Zwergenland, ähnlich wie im „Herrn der Ringe“ mit Minen und Bergstollen, und in einen Dschungel, der zum Weltall wird.

Raumgreifendes Erlebnis

Einzige Lichtquellen in den abgedunkelten Räumen sind große Schwarzlichtlampen. Sie tauchen alles in ein diffuses blaues Licht. Wände, Boden und Decke werden von Graffiti-Künstlern mit Neonfarben bemalt, die im Schwarzlicht grell aufleuchten.

Verstärkt wird der fantastische Eindruck durch 3D-Effekte, die die Graffiti-Künstler in ihre detailverliebten Gemälde einarbeiten. Sie werden erst mit einer sogenannten 3D-ChromaDepth-Brille sichtbar, die ein raumgreifendes Erlebnis schafft und die es wie die Minigolf-Schläger am Eingang gibt. Die 3D-Effekte sind von besonderem Reiz, aber sie erschweren auch die Orientierung und das Einschätzen der Distanzen, weiß Björn Rombeck, Filialleiter der seit knapp anderthalb Jahren bestehenden „Glowing Rooms“ in Köln. Auch Schläger und Bälle sind mit Leuchtfarbe bemalt. Das macht es nicht einfacher, den Überblick über Wirklichkeit und Einbildung zu bewahren.

Man sehe Hindernisse, die nicht da seien. An manchen Bahnen könne man geradezu verzweifeln, weiß Rombeck.

Trotz der innovativen Parcours gelten die klassischen Regeln des Minigolfs: Mit möglichst wenig Schlägen muss man den Ball ins Loch befördern. Je nachdem, wie voll die Bahnen sind und wie viele Mitspieler eine Gruppe hat, könne das von einer Dreiviertelstunde bis zu zwei Stunden dauern, meint Rombeck aus Erfahrung. Nach dem Putten können sich die Spieler in einem kleinen Indoor-Biergarten (rund 30 Plätze) auf Kunstrasen beim Pils von den aufregenden Bilderwelten erholen.

Anmeldung übers Internet

Ein genauer Termin für die Eröffnung wird noch bekanntgegeben. Auch wenn sie für Ende April geplant ist, könne sie sich aufgrund von möglichen Baumaßnahmen etwas verzögern, sagt Sven Petersen. Er hat noch eine Überraschung im Ärmel, die er sich nicht entlocken lässt.

Anmeldungen zum Glowgolfen laufen nur übers Internet. Wer auf gut Glück ohne Reservierung kommt, könnte Pech haben. Am Wochenende auf jeden Fall; denn da sind die 18 Bahnen erfahrungsgemäß alle ausgebucht.