Klamme Stadt muss Sparen

Hagen..  Die Beiträge zur Betreuung von Kindern in Tagesstätten und im Offenen Ganztag werden nicht erhöht, hatte der Rat der Stadt in der vergangenen Woche überraschend entschieden (wir berichteten). Und das, obwohl ein zuvor in einer interfraktionellen Arbeitsgruppe ausgearbeiteter Kompromiss eine Erhöhung der Gebühren von zwei Prozent vorgesehen hatte.

Damit ist aber auch klar, dass im kommenden Herbst versucht werden muss, an anderer Stelle Einsparpotenziale im klammen Haushalt der Stadt zu finden. Hagen befindet sich im Nothaushalt und Ende November muss der Haushaltssanierungsplan aufgestellt werden, der für die Jahre 2016/2017 gelten soll.

„Bis dahin müssen Ideen her“, sagt Kämmerer Christoph Gerbersmann und verweist auf die finanzielle Schere im Bereich der Betreuung von Kindern, die immer größer zu werden drohe, weil die Gebühren seit 2008 nicht erhöht worden seien, es aber gleichzeitig zu einer Tarifsteigerung von acht Prozent gekommen sei. „Und die Tarifsteigerungen, die auf Grund des aktuellen Streiks hinzukommen, sind noch gar nicht berechnet“, sagt Gerbersmann.