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Kindergarten-Standort ist noch umstritten

20.03.2009 | 17:03 Uhr

Breckerfeld. In der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses fiel noch keine Entscheidung über den Standort des neuen Kindergartens, der in der Hansestadt die Sicherstellung des gesetzlichen Anspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren ab 2010 bzw. 2013 sicherstellen soll.

Die Verwaltung hatte in ihrer Vorlage vier Standorte vorgeschlagen, an denen aber nicht überall schon Baurecht besteht. Sofort gebaut werden könnte auf einem Grundstück an der Gencayer Straße im Baugebiet „südlich Westerfeld”. Baurecht ließe auch eine Realisierung am Kreisel zur Einfahrt ins Baugebiet „Heider Kopf” direkt neben der Tankstelle zu. Einen längeren Planungsverlauf hätten ein Grundstück auf dem Gelände der früheren Tennishalle an der Kückelhauser Straße und auf dem Anschlussgrundstück des Parkplatzes des städtischen Friedhofes an der  Klevinghauser Straße.

In der Sitzung brachte Bürgermeister Klaus Baumann ein weiteres Grundstück ins Gespräch, das der Stadt kurzfristig angeboten worden sei: der frühere „Hof Borlinghaus” an der Straße „Vor dem Tore”, in dessen altem Wohnhaus zurzeit der Kindergarten „Zauberbaum” untergebracht ist. Einzelheiten über Kosten und notwendige Umbauten lagen naturgemäß noch nicht vor.

In der Diskussion schälten sich folgende Standpunkte heraus: Die CDU-Fraktion favorisiert das Grundstück an der Gencayer Straße, will aber die neue Variante „Vor dem Tore” vor einer Entscheidung im Rat genau prüfen. Die SPD brachte erneut den alten Sportplatz in die Diskission. Fraktionschef Arno Förster: „Wir wollen aus dem Schul- und Sportzentrum ein echtes kulturelles Zentrum für unsere Stadt machen”. Die Außenanlagen der Schulen könne der Kindergarten mit benutzen. Unterstützung erhielt die SPD von den Grünen und der FDP. Ulrich Ferron (FDP) betonte, dass das angedachte Konzept eines Blockheizkraftwerkes auf der Grundlage von Holzpellets auf diese Weise effizienter sei.

Die Wählergemeinschaft lehnte wie die Union den Standort alter Sportplatz ab. Die Spielflächen ließen sich von Kindergarten- und Schulkindern nicht gemeinsam nutzen. Rudolf Kilimann (WG) und Rainer Giesel (CDU) argumentierten zudem mit fehlendem Baurecht. Es handele sich um ein reines Wohngebiet und sensible Nachbarn, die schon den alten Sportplatz durch Gerichtsbeschluss zu Fall gebracht hätten. Ausschussvorsitzender Horst Hoffmann erinnerte zudem daran, dass der Ausschuss vor vier Wochen mit breiter Mehrheit den Umbau des alten Sportplatzes beschlossen habe. Die entsprechenden Ausschreibungen seien von der Verwaltung bereits auf den Weg gebracht worden.

Für den neuen Kindergarten, der Platz für 55 Kinder haben soll, wird mit einer Förderung von 320 000 Euro gerechnet. Klaus Baumann: „Die Zeit drängt”. Viele Gemeinden würden eine Förderung zur Betreuung unter drei Jahren stellen. Da könne der Fördertopf schnell aufgebraucht sein.

Ernst Otto Fischer (Text) und Kerstin Kappis (Foto)

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