Keine richtige Hagener Bleibe? „Das ist absoluter Unsinn“

Ob und wo ein Spitzenpolitiker in Hagen wohnt, ist spätestens seit der Diskussion um Ex-Oberbürgermeister Jörg Dehm ein Politikum in der Volmestadt. Und daher begleiten auch die Ex-Aachenerin Cemile Giousouf seit Beginn ihrer politischen Tätigkeit in Hagen die kritischen Fragen, ob sie denn wirklich in Hagen angekommen ist. Und ob sie die Volmestadt nicht doch nur als Karriere-Sprungbrett nutzen will.

Wie viel Wahrheit steckt in diesen Vorwürfen? „Das ist absoluter Unsinn“, sagt die 36-Jährige. „Ich habe ein kleines Apartment in Berlin, da verbringe ich die Sitzungswochen, ansonsten lebe ich in meiner Wohnung in Hagen.“ Jeder Abgeordnete halte das so. Und sie ergänzt: „Ich fühle mich sehr wohl hier in Hagen. Aber es ist auch durchaus etwas anderes, wenn man hier nicht familiär verwurzelt ist. Dann gibt es einige natürliche Verbindung nicht, aber das kommt jetzt so langsam.“ Darum sei sie auch froh, inzwischen auch Freunde gefunden zu haben, die nicht aus dem politischen Bereich kommen. „Mit denen ich abends nach all den Terminen etwas unternehmen kann. Ich fühle mich aber auch in den CDU-Gremien gut aufgenommen.“

Bei vielen Veranstaltungen bekomme sie positive Rückmeldungen von den Mitgliedern an der Basis. Giousouf: „Insgesamt bekomme ich immer mehr ein Gefühl dafür, was den Hagener Bürgerinnen und Bürgern unter den Nägeln brennt.“