Keine Klarheit

Die Anzahl der Anrufer wird größer. Behinderte oder eingeschränkte Hagener, die mit ihrem Elektromobil, einem elektrisch angetriebenen Leichtfahrzeug, aus Sicherheitsgründen nicht in die Busse der Straßenbahn gelassen werden, beschweren sich und fordern uns auf, die Hagener Straßenbahn an ihr Versprechen zu erinnern, bis Ende März Licht ins Dunkel zu bringen.


Der Dachverband Deutscher Verkehrsunternehmen hatte seinen Mitgliedern empfohlen, die Elek­tromobile aus Sicherheitsgründen nicht zu befördern. Ein mittlerweile zweites von der Landesregierung in Auftrag gegebenes Gutachten sollte bis Ende März endlich klären, ob die Beförderung nun möglich ist oder nicht. Das Gutachten ist aber noch nicht fertiggestellt, weswegen man bei der Hagener Straßenbahn auch noch keinen Schimmer von dessen Inhalt hat. Für alle erzürnten Elektromobil-Nutzer heißt das daher vorerst: weiter ärgern und auf ein Ergebnis warten.


So wie die auf einen Rollstuhl angewiesene Dame, die uns gestern davon berichtete, dass man sie in Bathey an einer Bushaltestelle habe stehen lassen. Und zwar, weil sie ihren „Rollstuhltruck“, eine Art kleines Zuggerät für Rollstuhlfahrer, dabei hatte. „Das ist ja nun kein Elektromobil. Aber ich habe das Gefühl, die Busfahrer sind mittlerweile so verunsichert, dass sie sich nicht mehr trauen, andere Geräte mitzunehmen“, ärgert sich die Dame.