Keine Flüchtlinge ins Marienheim

Vorhalle..  Dem Ansinnen der Stadt Hagen, das leerstehende Marienheim in der Vorhaller Liebfrauenstraße zu einer Flüchtlingsunterkunft mit rund 50 Plätzen werden zu lassen, hatte der Kirchenvorstand der katholischen Liebfrauengemeinde seinerzeit unter bestimmten Bedingungen zugestimmt (wir berichteten). Unter anderem sollte die Mietlaufzeit drei Jahre betragen und es sollten Familien und keine Einzelpersonen im Marienheim untergebracht werden. Nun aber hat die Stadt der Gemeinde mitgeteilt, dass die Umbaukosten des Marienheims wirtschaftlich nicht vertretbar seien. Neben der Umgestaltung im Inneren wären vor allem hohe Kosten für den längst nicht mehr hinreichenden Brandschutz entstanden. Der fehlende Brandschutz hatte den Kirchenvorstand seinerzeit dazu bewogen, das Marienheim abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Letztere Idee wurde später wieder verworfen.

Symbolischer Mietpreis

Die Gemeinde erklärt in einer Pressemitteilung, dass sie gegenüber der Stadt eventuell mit einem symbolischen Mietpreis einverstanden gewesen wäre. Nun wird der Verein für katholische Altenhilfeeinrichtungen (VKA) den Abriss des Gebäudes vorantreiben. Im Anschluss daran könnte auf dem frei werdenden Areal zum Beispiel eine Parkfläche entstehen.

Weiter im Gespräch bleibt eine mögliche Flüchtlingsunterkunft aber in der ehemaligen Drogentherapie-Einrichtung an der Vorhaller Straße (Hausnummer 52). Hier könnte Platz für 40 Flüchtlinge entstehen. Die Verwaltung prüft den Standort aktuell.