Keine Chance für Ampelfrauen

Dortmund..  Dortmunds Ampelmännchen bekommen keine weibliche Gesellschaft: Die Verwaltung erteilt dem Wunsch nach Ampelfrauen als Symbol auf Fußgänger-Ampeln eine Absage.

Die Debatte hatte eine Anfrage von SPD und Grünen in der Bezirksvertretung Innenstadt-West ausgelöst. Ob man nicht als Zeichen der Gleichberechtigung auch Ampelfrau-Leuchtsymbole installieren könne, wollten die Bezirksvertreter von der Verwaltung wissen.

Obwohl es in anderen Städten schon seit längerer Zeit Ampelfrauen gibt, fand der Vorstoß und die folgende politische Debatte ein weltweites Medienecho. Zahlreiche Fernsehsender und sogar die US-Tageszeitung „Washington Post“ berichteten.

Jetzt liegt die Antwort vor. „Die Verwaltung sieht kein Erfordernis, von der bisherigen, in Deutschland am weitest verbreiteten und weitgehend geschlechtsneutralen Fußgängerdarstellung abzugehen und wird diesbezüglich – auch aus (verwaltungs-)ökonomischen Gründen – keine entsprechenden Maßnahmen einleiten“, teilt Baudezernent Martin Lürwer mit.

Kostenneutrale Einführung

Grundsätzlich sei es durchaus möglich, andere Bildsymbole auf Fußgänger-Ampeln zu verwenden, klärt die Verwaltung auf. Die Straßenverkehrsordnung fordere nur „bei Grün einen schreitenden und bei Rot eine stehenden Fußgänger“. Und vom Landesverkehrsministerium werde der Einsatz der „Ampelfrau“ durchaus toleriert. Eine kostenneutrale Einführung nur bei neuen Ampeln oder bei Reparaturen benötige aber Zeit. Bei einer gesamtstädtischen Ampelumrüstung „würde es mindestens zehn Jahren brauchen, bis die letzte Quotenampel zu leuchten begänne“, erklärt Lürwer.

Entscheiden über die Ampelfrauen-Frage könnte aber nur der Rat und nicht eine einzelne Bezirksvertretung, betont der Dezernent. Zumal die Verkehrsexperten darauf Wert legen, dass die Bebilderung im gesamten Stadtgebiet einheitlich sein soll.