Kein verträgliches Nebeneinander

Windkraft in Dahl. Die Stadt Hagen hat sich offenbar insgeheim intensiv mit dem Thema Windkraft befasst. In ihrer Zeitung schreiben Sie über die Windkraft in Dahl, dort habe ich erstmals davon erfahren. Sie beschreiben auch, dass es in Dahl keinen Widerstand gäbe. Das ist nicht richtig, nur wurde er nie thematisiert. Herr Rose erklärt, die Windkraftanlagen seien sämtlich weiter von der Bebauung entfernt, als die Bestandsanlagen. Schauen Sie doch einmal auf die Karte, dort wo Priorei ist, Zone 11. Die hier geplanten Anlagen stehen sämtlich näher an reinen Wohngebieten als bisher.


Ich bin vor fünf Jahren nach Dahl gezogen, um die Ruhe und Natur zu genießen. Nun möchte man im Landschaftsschutzgebiet bauen. Im Jahre 2012 hat die Stadt Hagen ein umfangreiches Gutachten für

Windkraftzonen erstellen lassen.

Die nun neu geplanten Zonen wurden damals sämtlich als ungeeignet eingestuft. Dennoch gibt es jetzt ein weiteres Gutachten. Offenbar werden so lange Gutachten in Auftrag gegeben, bis man das gewünschte Ergebnis erhält.


Der Gutachter kommt wieder zum Schluss, dass z.B. die mich betreffende Zone 11 nicht bebaut werden darf, im Landschaftsschutzgebiet liegt und bedrohte Tierarten gefährdet werden. Dennoch wäre das nicht schlimm. Die Tötung der geschützten Fledermäuse könne man z.B. durch Abschalten der Anlage begegnen, daher sei das Risiko ja gering. Dass dieses Gebiet insgesamt als besonders schützenswert eingestuft sei und als naturnaher Lebensraum besonderer Bedeutung geschützt werden müsse, sei kein Hemmnis.

Der Abstand zum meinem reinen Wohngebiet unterschreitet die festgelegten Kriterien deutlich.

Die Stadt Hagen geht davon aus, dass bei Abständen von 1000 Metern zwischen Konzentrationszonen und Wohnsiedlungsbereichen ohne Bedenken von einem verträglichen Nebeneinander ausgegangen werden kann. Gleichzeitig wird auf Bundesebene ein Gesetz diskutiert, dass aufgrund der gesundheitlichen Gefährdung durch solche Anlagen einen Mindestabstand von 1500 Metern festlegen möchte. Es geht wie immer um Profit. Jemand möchte Geld verdienen zu Lasten anderer.