Kein Mangel an Ideen: Der neue Schlachthof
20.06.2007 | 08:28 Uhr 2007-06-20T08:28:24+0200Wehringhausen. Saumäßig gute Ideen auf der einen Seite, aber nur - Pardon - arme Schweine bei Stadtkasse. In diesem Spannungsfeld bewegt sich derzeit die Entwicklung des Schlachthofgeländes. Gestern wurden die drei Entwürfe vorgestellt.
Drei der ursprünglich vier Büros zeigten Bürgern und der Jury gestern nachmittag, was sie sich für das Gelände vorstellen können. Die Marschrichtung, die vorgegeben war, geht Richtung "Wurst-Museum" - auch wenn dies nur ein Schlagwort war. Ebenso der Projektname "CoolTourHof". Zusätzlich sollten junge Menschen profitieren, Platz für Trendsport und Musik sein, und Gastronomie Raum gegeben werden.
Alle drei Entwürfe wären ein Gewinn für Wehringhausen, das ist klar. Nur: Die Stadt hat kein eigenes Geld, das sie dort investieren kann. Also muss sie eine Entwicklung auf den Weg bringen, die auch möglichen Invetoren den Bereich schmackhaft macht.
Doch die Wiederbelebung von Industriebrachen ist im Ruhrgebiet ja längst keine Ausnahme mehr. So nutzten auch alle drei Entwürfe den Charme, die solche alten Gebäude haben. Ein altes Gebäude kann eben niemand neu bauen. Alle drei Vorschläge sehen aber auch neue Gebäude oder Gebäudeteile vor, die von der Form im frechen Gegensatz zum heutigen Schlachthof stehen und gerade deshalb frisch und interesant wirken. Zu erkennen auch das Bemühen das wirtschaftliche und kulturelle Leben, das sich dort bereits entwickelt hat, nicht zu verjagen, sondern einzubinden und zu verfestigen.
Applaus für die Entwürfe und Lob für die Beteiligung der Bürger gab es am Ende der Veranstaltung. Anschließend tagte die Jury und will heute die Entscheidung mitteilen.
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