Kein Erdrutsch in Oege

Glosse „Roter Erdrutsch“. Ein Erdrutsch sieht bekanntlich anders aus, sowohl der aus Geröll als auch der, der schon mal auf’s politische Pflaster knallt. Jedoch hat nachweislich am Donnerstag, 15. Januar, weder ein Erdrutsch die Oeger Straße versperrt und damit für das beklagte Ausbleiben der Gäste im Oeger Löschteich gesorgt, noch hat es bei der Kommunalwahl im vergangenen Frühjahr einen „roten Erdrutsch“ in Oege gegeben.


Zwei Tage nach dem Antrittsbesuch von Oberbürgermeister Erik O. Schulz im „Löschteich“ fragte sich daher nicht nur die Hohenlimburger SPD, was der Autor mit der Glosse mitteilen wollte. Denn wer Bilder in der Sprache bemüht, der sollte auch den Umgang mit diesem linguistischen Stilmittel beherrschen. Ansonsten wird’s peinlich.


So peinlich wie die Tatsache, dass zu dem von einem Privatmann organisierten Antrittsbesuch des neuen Oberbürgermeisters in Oege gerade einmal eine Handvoll Gäste (Anmerkung: die Redaktion hat 27 Teilnehmer gezählt) kamen. Auch das ist kein Erdrutsch, dafür aber eine Klatsche. Wer in diesem Zusammenhang beklagt, dass die Hohenlimburger Sozialdemokratie durch Abwesenheit glänzte, der muss doch in erster Linie fragen, warum CDU, Grüne und FDP ihrem OB nicht zur Seite standen.


Wären Hohenlimburgs Sozialdemokraten in den „Löschteich“ gepilgert, dann hätte der Autor zwei Tage später in der Zeitung eine „reine Parteienveranstaltung“ ausgemacht und kritisiert.