Kaum Resonanz auf Makler-Pläne
28.03.2008 | 16:13 Uhr 2008-03-28T16:13:00+0100Was in Breckerfeld beispielsweise seit Jahrzehnten erfolgreich ist, nämlich die direkte Vermarktung von kommunalem Bauland ohne Bauträger- und Architektenbindung, wird seit anderthalb Jahren auch in Hagen praktiziert.
Und zwar im Rahmen des städtischen „100-Einfamilienhäuser-Programms”, mit dem speziell junge Familien an Hagen gebunden werden sollen.
Der Erfolg des Programms ist bisher freilich eher übersichtlich. Was vor allem daran liegt, dass Hagen grundstücksmäßig nicht aus dem Vollen schöpfen kann wie Nachbarkommunen, wo sich ohne weiteres Grünland in 150 bis 200 Einzelgrundstücke parzellieren lässt, die entsprechend preiswert am Markt angeboten werden können. In Hagen muss aufgrund der Topographie eher kleinteilig vorgegangen werden, was bedeutet, dass es sich bei den angebotenen Grundstücken nicht unbedingt um Schnäppchen handeln kann.
Immerhin spricht für Bauen in Hagen, dass die Bauwilligen auf Dauer durchaus Geld sparen können. Vor allem Fahrgeld. Denn statt auf der grünen Wiese mit in der Regel wenig Infrastruktur lebt der Häuslebauer in Hagen nahe von Schulen, Einkaufsstätten, Arbeitsplätzen, Sport- und Kultureinrichtungen.
Dass die Vermarktung funktionieren kann, wenn wenigstens ein Dutzend Baugrundstücke zusammenhängend erschlossen und vermarktet werden können, zeigt das Vorhaben im Winkel Liebig-/Thaerstraße in Nachbarschaft des Rembergfriedhofs, wo alsbald auf einem ehemaligen Schulgrundstück zwölf Einfamilienhäuser aus dem „100-Grundstücke-Programme” errichtet werden. Die einzelnen Parzellen sind zwischen 350 und 400 Quadratmeter groß.
Hagens Politik freilich ging die Vermarktung der Baugrundstücke offenbar nicht schnell genug. Deshalb hatte der Rat die Verwaltung im vergangenen Oktober beauftragt, bei der Vermarktung kommunaler Flächen auch auf die Hilfe örtlicher Makler zurückzugreifen, wobei anfallende Gebühren für die Vermittlungstätigkeit den Käufern auferlegt werden sollten. Dieser Wunsch der Politik fand wenig Resonanz. Das Ergebnis der Nachfragen bei zwei renommierten Hagener Maklerbüros: Ein Makler reagierte gar nicht, der andere lehnte die vorgeschlagene Vertriebsform eines allgemeinen Auftrags ab.
Der 1. Beigeordnete und Chef-Wirtschaftsförderer Christian Schmidt verweist allerdings darauf, dass die Zusammenarbeit mit privaten Immobilienexperten durchaus stattfinde: „Im Bereich der Wirtschaftsförderung gibt es eine enge Kooperation mit Maklern.” Die beziehe sich zwar weitgehend auf Gewerbegrundstücke, aber auch Flächen für den Wohnungsbau seien von dieser gemeinsamen Vermarktungsschiene keineswegs ausgeschlossen.
16:45
Solche Super-Architekten wie der Teddy Meier-Schwindsucht, so hiess er doch?, sollten ran;