Kampfansage von Simec für das neue Jahr

Hohenlimburg..  Die Hinrunde ist zwar noch nicht vorbei, aber der Jahreswechsel beschert den Handballern ja eine längere Pause, in der es lohnt, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Und die fällt aus Sicht der HSG Hohenlimburg im Männerbereich ausgesprochen positiv aus, denn die Erstgarnitur liegt nach elf Runden mit 20:2 Punkten gleichauf mit Spitzenreiter Westfalia Halingen vorne.

„Wenn mir das vor der Saison jemand angeboten hätte, wäre ich sofort einverstanden gewesen“, zeigt sich der neue Chefcoach Sascha Simec hochzufrieden mit der bisherigen Ausbeute. Schließlich ist die HSG das einzige Spitzenteam, das sich noch keinen Ausrutscher gegen Außenseiter erlaubt hat. Natürlich ärgert es Simec, dass die Heimausbeute nicht optimal war, es gegen Halingen eine Niederlage setzte, die sich im Titelkampf noch stark bemerkbar machen kann. Andererseits beträgt das Polster auf die Mitfavoriten aus Schwitten (am 10. Januar nächster Gast in der Rundturnhalle) und Wellinghofen schon vier bzw. fünf Punkte, steht der Aufstieg in die Verbandsliga beim Trainer und den Vereinsverantwortlichen ja keineswegs an vorderster Stelle. Vielmehr geht es darum, den Verjüngungsprozess möglichst ohne Qualitätsverlust voranzutreiben und die Philosophie des Trainers, der auf konsequentes Tempospiel nach Ballgewinn baut, umzusetzen.

Nur elf Feldspieler

Mit nur elf Feldspielern ist der Kader zwar für ein Topteam ziemlich klein, hat sich noch keiner der jungen Akteure aus der Reserve aufdrängen können. Aber die Integration der Neuzugänge verlief erstaunlich reibungslos. So haben sich die aus der Hagener Eintracht-Jugend gekommenen Julian Pallasch und Niklas Strohhammer bereits als vollwertige Stammkräfte etabliert. Bester Beleg für die Ausgeglichenheit des Kaders ist die Torschützenliste. Da liegt der halblinks im Rückraum agierende Dario Goebels als bester Hohenlimburger mit einer Ausbeute von 44/1 Toren gerade mal auf dem 31. Platz, obwohl die HSG noch vor den so wurfstarken Halingern - Dennis Bichmann führt die Rangliste mit stolzen 106/10 Treffern vor dem Arnsberger Philipp Berghoff (87) an - den stärksten Angriff stellt.

Linksaußen Robin Güntner nimmt in der internen Statistik mit 42/14 Toren Rang zwei an, es folgen Phillip Wittke (40), Neuzugang Patrick Arlt (37/18), Marc Geisler (33). Julian Pallasch (31), Kapitän Bogdan Wittke (29), Roman Tolksdorf (29/1), Niklas Strohhammer und Sebastian Marks (je 23) sowie Joker und Co-Trainer Faruk Brahimi, der es in nur zwei Spielen auf 14/3 Tore gebracht hat. Allein der lange verletzungsbedingt ausgefallene Jannik Hollatz (7) weist eine einstellige Bilanz aus. Also alles super bei der HSG? Da legt Simec ein klares Veto ein: „Die Punktausbeute ist zwar prima, aber spielerisch sollten wir noch deutlich zulegen können. Es hat reichlich Spiele mit knappem Ausgang gegeben, die wir nur aufgrund unserer guten Moral und Kondition zu unseren Gunsten entschieden haben. Um ein echter Titelkandidat zu sein, müssen wir souveräner auftreten. Ich traue meiner Mannschaft aber absolut zu, dass sie sich im neuen Jahr steigern kann.“ Wenn das keine Kampfansage ist...