Junkie wollte Polizisten über Geländer werfen
22.11.2010 | 19:00 Uhr 2010-11-22T19:00:00+0100
Hagen.Der Hagener Polizist (26) wird das Erlebte wohl nie vergessen: Er hat dem Tod direkt ins Auge geblickt. Er hing über der Brücke an der Plessenstraße, unter sich ein sechs Meter tiefer Abgrund. Ein Junkie versuchte ihn hinunterzuwerfen.
Der Beamte schrie um sein Leben, umklammerte mit letzter Kraft das Geländer. Vor ihm stand Heroin-Junkie Matthias R. (35) und versuchte ihn hinunterzuwerfen.
Seit Montag verhandelt das Schwurgericht den üblen Fall. Versuchter Totschlag, so der Hauptvorwurf, sowie Körperverletzung, Widerstand und Bedrohung. Der drogenabhängige Angeklagte aus Plettenberg will den lebensgefährlichen Angriff herunterspielen, erklärt lässig: „So brisant, wie mir das hier vorgeworfen wird, war das alles nicht.“
Tatsächlich nicht? Am Abend des 10. Juni wurde eine Polizeistreife nach Eckesey gerufen. Einem Zeugen, der Matthias R. beim Drogenkonsum erwischt hatte, hatte der Süchtige mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Zudem drohte er dem Mann an, er werde ihm mit einem Messer die Kehle aufschlitzen.
Der Polizist schrie in Panik um sein Leben
Vor Ort waren die Polizeibeamten gezwungen, den flüchtenden Plettenberger zu verfolgen und, in Höhe der Brücke über der Ennepe, Pfefferspray gegen den aggressiven Mann einzusetzen, um ihm überhaupt Handschellen anlegen zu können. Plötzlich duckte sich Matthias R. weg, umklammerte das Bein des jungen Polizisten, hob ihn an und drückte ihn über das Geländer. Der Beamte baumelte über dem sechs Meter tiefen Abgrund, schrie in Panik um sein Leben.
Die Ennepe hatte zu dieser Zeit gerade mal 20 Zentimeter Wasserstand. Vermutlich wäre der junge Polizist auf den Steinen des Flussbettes tödlich, zumindest lebensgefährlich, aufgeschlagen. „Mit beiden Füßen hing ich in der Luft“, berichtete das Opfer äußerst tapfer im Zeugenstand. „Ich hatte nur noch panische Angst. Mein einziger Gedanke war: Wenn du gleich fällst, sieh’ zu, dass du nicht mit dem Kopf aufknallst.“
Rettung im letzten Augenblick
Im wahrlich letzten Augenblick gelang es dem zweiten Polizeibeamten noch, dem Heroinabhängigen von hinten in die Kniekehlen zu treten und dadurch seinen Kollegen vor dem Absturz zu retten.
In den normalen Alltag hat der 26-jährige Polizeibeamte bis heute nicht zurückfinden können. Zwar ist er wieder im Einsatz, doch das einschneidende Erlebnis hat seine Spuren hinterlassen. Er wird wegen Schlafstörungen und Angstanfällen in einer Trauma-Klinik behandelt: „Da sind wiederkehrende Bilder, über die ich längst nicht weg bin.“
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12:47
Das Problem ist weder der Drogensüchtige noch der Beamte. Das Problem liegt einfach an den verantwortlichen Politikern und er deutschen Presse welche der Polizei die Zähne gezogen hat. Wird geltendes Recht durchgesetzt fällt alles und jeder über die Beamten her, Schmierenkommödianten von Anwälten, von uns dem Steuerzahler bezahlt, hauen die armen Polizeiopfer vor Gericht heraus, 68er Richter helfen tatkräftig mit und zurück bleibt der dumme Beamte!
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Ein Polizist der (Psychis) behandelt wird stellt für mich eine Gefahr für die Öffentlichkeit dar. Daher wäre ich Bewohner seines Einsatzortes täte ich alles dafür das dieser erst einmal Urlaub hätte.
Man kann ja gar nicht mehr Vorher sehen wie dieser in einer Angespannten Situation (Über-)reagiert^^