Jugendzentren in freie Trägerschaft
22.06.2010 | 18:06 Uhr 2010-06-22T18:06:00+0200Hagen.Wenn es ums Sparen geht, werden häufig die städtischen Jugendzentren zur Disposition gestellt. Die Verwaltung schlägt der Politik nun einen Weg vor, wie Einsparungen mit möglichst geringen Auswirkungen für die Besucher realisiert werden könnten.
Die Vorlage wird am heutigen Mittwoch im Jugendhilfeausschuss (16 Uhr, Rathaus an der Volme) in die politische Beratung eingespeist.
Demnach könnte die Stadt Hagen in jedem der fünf politischen Stadtbezirke eine Einrichtung weiter selbst verantworten und möglichst viele weitere „in einem geordneten Prozess“ in die „Regie freier Träger“ geben. Im Idealfall bliebe so das Angebot für die Jugendlichen weitgehend erhalten und die Kosten für die Stadt Hagen könnten unter Umständen sogar gesenkt werden, blieben im schlechtesten Fall jedoch gleich.
Einrichtungen würden personell verkümmern
„Wir müssen den Mehrbedarf an Stellen im Allgemeinen Sozialen Dienst intern decken, weil wir keine externen Einstellungen vornehmen dürfen“, erklärt Fachbereichsleiter Gerd Steuber. „Das geschieht auch über Mitarbeiter aus den Jugendzentren. Da dort zudem einige Stellen mit befristeten Arbeitsverträgen besetzt sind, würden diese Einrichtungen personell verkümmern.“ Diesem Effekt soll nun durch den Übergang in die Hände freier Träger entgegen gewirkt werden.
Sollte die Politik der Vorlage zustimmen, könnte diese Vorgehensweise schon zum 1. Juli beim Spiel- und Sportpark Emst Realität werden. Die Einrichtung würde in Kooperation mit dem Jugendring zu einem Familienzentrum und ein auslaufender Arbeitsplatz bliebe erhalten.
08:18
Soziale Arbeit muß sich rechnen....! Genau richtig! Sie muß sogar Gewinn erwirtschaften, da eine Menge Leute von diesem Gewinn profitieren müssen! Mitarbeiter davon ausgeschlossen!
Es ist so einfach, und keiner kommt darauf ! (Otto Reutter)
21:44
Privat ist auf Dauer nicht preiswerter,nicht wenige Kommunen möchten ihre Stadtwerke auch wieder.
07:51
Lieber Schlaumeier aswbnm:
Wir Ihr Nachredner schon erwähnte: Es dreht sich im Kreis. Freie Trägerschaften haben wir zu Hauf, besonders auch im Reha-Bereich bei den Jugendlichen. Dort sind die Kosten explodiert, Korruption macht sich breit, der Beitragszahler muß heute mehr für den Einkauf der Leistung bezahlen, als ihn es früher kostete, als es selber gemacht wurde. So ist es mit allen dingen, die die öffentliche Hand hergibt.
12:13
An7
Wir wollen uns doch nicht im Kreise drehen!
Von wem bekommen denn Kirchens das Geld für ihre Wohlfahrt?
In den 70ern gab es mal ernstahfte Versuche staatliche Allherrschaft zu überwinden.
Da heute soziale Arbeit sich rechnen muß, bitte mal quer denken.
10:01
1. Die Fernuni-Beschilderung kostet die Stadt keinen müden Cent (wie im entsprechenden Artikel zu lesen ist).
2. Freie Trägerschaft bedeutet nicht Freiwirtschaftliche Trägerschaft, sondern der Betrieb durch gemeinnützige Träger (AWO, Kirchen, Kinderschutzbund etc.) oder durch neugegründete gemeinnützige Vereine, in denen sich diese Träger ggf. auch mit der Stadt zusammentun, um Ressourcen zu bündeln und damit Kosten bei trotzdem besserer Leistung zu reduzieren.
Wird so fast überall praktiziert.
Lesen und Denken hilft ungemein.
09:16
Jugend und Soziales eine Abt. die vermeindlich nicht nur für den Staat nur aus Kosten besteht.
Dabei ist deren Aufgabe immens wichtig um jungen Menschen und Familien Leithilfen zu geben.
Jugendzentren könnten prima in die Aufgabenstellungen der Nachmittagsbetreuung der Schulen eingebunden werden.
Das ehemalige Infozentrum sollte in den 90ern Informationsangebote übernehmen.
Warum nicht neu darpüber nachdenken, ob Perspektivberatung und sog. berufliches Testen und Informieren am Nachmittag nicht im JZ ortsnah im Stadtteil stattfinden kann.
Berufliche Informationen, Betriebserkundungen, Testprojekttage werktage organisiert mit beruflichen Interessensverbänden ( Kammern, Arbeitgeberverbänden, Agentur für Arbeit ) sind Denkmodelle. Demzufolge könnten sich entsprechende Finazierungsmodelle auch als Modellprojekte für Hagen entwickeln.
Es ist längst an der Zeit an Stelle neuer Maßnahmedesign zur Berufsfindung neue Wege unkonventionell zu beschreiten. Die Frenuni könnte es zudem begleiten.
08:42
Kleiner Nachtrag:
Ein Artikel weiter wird verkündet, dass die Stadt Hagen nun auf allen Ortseingangsschildern -Stadt der FernUniversität- schreibt. Das ist aber auch wirklich sein Geld wert, nicht so ein dummes JZ. Da sieht man, wie ernst gespart wird. Lächerlich!
08:38
Unsinn,
natürlich wurde der Bericht versehentlich nicht gedruckt. Wenn da eine Überschrift existiert, dann auch ein Artikel.
Ein Jugendzentrum in freie Trägerschaft? Das ist doch völliger Blödsinn. Freie Träger wollen Geld verdienen. Wie soll da die eigentliche Aufgabe eines JZ erfüllt werden? Sollen die Eltern demnächst monatlich 50,- € Eintritt zahlen für ihre Kinder?
23:53
die WEB-Ausgabe ist nur ein Hinweis und keine kostenlose Zeitung. Das sollte doch, nicht nur hier, sondern allgemein im Internet bekannt sein.
Jugendzentren sollen sein. Sind aber vom Prinzip her auch nur ein Sammelbecken von denen, die nur konsumieren wollen, aber selbst nichts in eine Gemeinschaft einbringen wollen.
In einer Stadt in der Größe wie Hagen, gibt es für jede Interessenslage Vereine die sich über Nachwuchs freuen würden. Nur man muss sein persönliches Wollen und Leistung dort einbringen. Ohne Nachwuchs und auch Geld sterben nach und nach immer mehr Vereine. Nichts anderes geschieht mit den Jugendzentren. Ohne Moos nichts los.
22:44
der bericht wrd aus spargründen nicht gedruckt!