Jetzt geht es wieder bergauf
24.07.2009 | 16:46 Uhr 2009-07-24T16:46:00+0200
Frank Gehrmann freut sich, wenn er mit Petra Bender, Sozialarbeiterin und Leiterin des Lebenshilfe-Hauses im Hagener Ortsteil Rummenohl, zu „seinem” Pferd fahren kann.
Unter der sachkundigen Leitung von Anna Palluch reitet er dann auf „Kevin”, dem 13-jährigen Irish-Tinker-Wallach, bei gutem Wetter auf dem Reitplatz des Therapiehofes am Wengeberg. Gestern musste er zu seinem Bedauern wegen des Regens in der Halle reiten.
Petra Bender erzählt die Geschichte von Frank Gehrmann: „Zu seiner geistigen Behinderung, die ihm aber die Arbeit in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen ermöglichte, kam vor einigen Jahren eine Nierenerkrankung hinzu.” Jetzt muss der 42-Jährige dreimal in der Woche zur Dialyse. Dass er nicht mehr arbeiten kann, setzt ihm psychisch zu. Petra Bender: „Seitdem die Stiftung Lebenshilfe mit ihren Mitteln die Reittherapie auf dem Hof Palluch fördert, geht es mit Frank Gehrmann wieder bergauf.” Und Anna Palluch ergänzt: „Der Umgang mit den Pferden und das Erlebnis, hier nicht als Kranker, sondern als Reiter in einer Gruppe mit anderen gleichwertig zu sein, bringt Frank nach vorn.”
Die Stiftung Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen wurde 2005 gegründet. Christoph Rehage, Mitinitiator der Stiftung und des unterstützenden Vereins „Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen”: „Die Stiftung möchte dort Hilfe leisten, wo der Staat aus finanziellen Gründen nicht helfen kann.”
Der Therapie-Kursus für Frank Gehrmann ist so ein Beispiel aus dem Bereich des Hauses der Lebenshilfe in Hagen. Dort ermöglicht man anderen Bewohnern den Besuch der Musikschule oder gibt auch Unterstützung bei einer Urlaubsreise. Christoph Rehage: „Mit unseren Mitteln aus Spenden und den Erlösen des Stiftungskapitals sorgen wir dafür, dass Menschen mit geistiger Behinderung Glücksgefühle in ihrem nicht leichten Leben erfahren können.”
Kontaktadresse: Lebenshilfe Ennepe-Ruhr/Hagen, Ketteltasche 10, 45529 Hattingen, 02324/40395.
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