Das aktuelle Wetter Hagen 13°C
Karneval

Jecken tanzen auf den Stühlen

05.02.2012 | 16:55 Uhr
Jecken tanzen auf den Stühlen
Die Humoristen Horst und Ewald begeisterten mit ihrem Mehrzweck-Alphorn.

Boelerheide.   Die Heidefreunde starten durch: Am Samstag feierte der Traditionsverein aus dem Norden in der Aula der Fritz-Steinhoff-Schule.

Luftballons in Grün, Lila und Gelb schmückten die Aula, Bienen, Piraten und bunte Jecken klatschten in die Hände und sangen „Viva Colonia“. Kellner schwirrten zwischen den roten Tischen hin und her und teilten mit Eversbusch gefüllte Pinnchen und andere Getränke aus. In der Aula der Fritz-Steinhoff-Schule hatte die fünfte Jahreszeit begonnen: Die Heidefreunde Boelerheide hatten zum großen Karnevalsabend eingeladen.

Klaus-Dieter, das Funkenmariechen

Nach dem Aufmarsch des Vereins zur Pflege heimatlichen Brauchtums und der Begrüßung konnte der Abend so richtig beginnen. Zunächst führten die 1. Hennefer Stadtsoldaten verschiedene Gewehrtänze mit ihrem ganz eigenen Funkenmariechen vor.

Bei der Prunksitzung der Heidefreunde tobte der Saal.

Der 64-jährige Klaus-Dieter Scholz zeigte, dass auch Männer als Mariechen überzeugen können. Als Dankeschön und „damit es beim nächsten Training weiterhin so lustig ist“ erhielten die Herren von den Heidefreunden einen Eversbusch.

Nachdem in den letzten Jahren schon viele Tanzchöre am Karnevalsabend aufgetreten waren, kam die Truppe dieses Mal aus Hagen. Die Tanzgarde der Blau-Weißen Funken übernahm in diesem Jahr die typische Karnevalsunterhaltung und sorgte auch bei den Ehrengästen wie dem Bezirksbürgermeister Dieter Kohaupt, Oberbürgermeister Jörg Dehm und Pfarrer Christoph Schneider für Stimmung.

Ersatz für Andrea Berg

Die Funkenmariechen der Blau-Weißen Funken begeisterten die Jecken,

Anschließend verbreitete eine Frau mit ihrem Witz und ihren Gesangseinlagen gute Laune: Gertrud aus Limburg an der Lahn, die, wie sie selbst sagte „von der Agentur als Andrea-Berg-Ersatz engagiert wurde“. Gertrud, die ihrer Meinung nach genauso wie die bekannte Sängerin aussieht, „das sagen alle“, verwandelte die Aula in ein Fitnessstudio. Sie verlangte immer wieder vom Publikum aufzustehen und merkte an: „Ich bin auch nur so dünn wegen des Trainings.“

Auch Horst und Ewald mit ihrem Alphorn zauberten dem Publikum ein Lachen ins Gesicht. Und während Ewald von Horst als Schwarzafrikaner entlarvt wurde, der leider als Albino zur Welt kam, gestand Horst, dass er „seit über 30 Jahren nach einer Frau sucht“, die er aber leider auch an diesem Abend nicht fand.

Neben dem Karneval spielte auch das Thema Fußball bei den Heidefreunden immer wieder eine Rolle. Als Horst gefragt wurde, auf welchen Verein er stehe und er sich nicht in die Streitigkeiten der Schalker und Dortmunder einmischen wollte, antwortete er mit dem einzigen Satz, mit dem er es allen recht machen konnte: „Solange Bayern nicht gewinnt, ist mir alles egal.“

Spätestens als schließlich die Albatrosse auftraten, kam die Party dann richtig in Schwung. Zu Karnevalsklassikern wie „Jetzt geht’s los“ klatschten und sangen die begeisterten Jecken, und die ersten tanzten auf den Stühlen. Auch Sigrid aus Hagen, die Karneval sehr gerne mag und einige der Heidefreunde sogar persönlich kennt, war begeistert von der Stimmung: „Der Abend ist toll. Rosenmontag kann kommen.“

Anne Gemander

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6317678/create

Aktuelle Fotos und Videos
Niederlage für Juniors
Bildgalerie
Fotostrecke
Wahlabend in Hagen
Bildgalerie
NRW-Wahl
2. Hagener Museumsnacht
Bildgalerie
Kultur
Natur erleben in Hagen
Bildgalerie
Waldtag
Aus dem Ressort
Hilfe für Ghanas vergessene Kinder
Afrika
Im Norden von Ghana kümmert sich die Hagenerin Bettina Landgrafe mit ihrer Organisation „Madamfo Ghana“ um ein Kinderheim, in dem die Mädchen und Jungen auf dem Boden schlafen mussten. In der Sendung „Gottschalk live“ tritt sie am Mittwoch (19.20, ARD) auf.
Foto
Sinas Eltern müssen ihre Haftstrafen absitzen
Misshandlung
Die Haftstrafen gegen die Eltern der im Alter von nur 17 Jahren verstorbenen Sina P. sind rechtskräftig, die Mutter und der Stiefvater des Mädchens müssen im Gefängnis bleiben.