Ja zum Feuerwehrhaus

Michael Koch, Redaktionsleiter.
Michael Koch, Redaktionsleiter.
Foto: WP Michael Kleinrensing

Es soll in früheren Zeiten eine privilegierte Wohnlage gewesen sein: Wer neben dem Feuerwehrhaus gewohnt hatte, der konnte sicher sein, dass im Fall der Fälle die Wehr schnell da ist. Heute gilt ein Feuerwehrhaus aber anscheint als potenzielle Wohnwert-Minderung. Ganz ähnlich wie beim Kampf von Anwohnern gegen das geplante stationäre Hospiz. Einrichtungen, die für die Allgemeinheit unheimlich wichtig sind. Zugegeben: Eine etwas populistische Zuspitzung. Denn natürlich sollte man sich bei der Bewertung eines solchen Bauvorhabens zunächst einmal fragen: Wie würde man selbst reagieren? Sicherlich zurückhaltend. Wenn der schöne Blick auf das Maisfeld bald gegen die Sicht auf ein Zweckgebäude getauscht werden muss, hält sich die Begeisterung aus gutem Grund in Grenzen. Dass die Bürger nun ihren Protest artikulieren, ist ihr gutes Recht. Dass sie die Bedenken im Bebauungsplanverfahren einbringen, ist gesetzlich so vorgesehen. Am Ende aber sollte die Politik (und im Zweifelsfalle auch die Justiz) für das Feuerwehrhaus entscheiden. Und dabei auch bedenken, dass sich die Feuerwehrleute wie ein Störfaktor fühlen müssen – auch wenn die Anwohner das ganz sicher nicht wollen. Michael Koch