Ivo Grünhagen wird an der Spitze von Enervie abgelöst

Ivo Grünhagen soll an der Spitze des Energeiunternhemsn aus Hagen abgelöst werden.
Ivo Grünhagen soll an der Spitze des Energeiunternhemsn aus Hagen abgelöst werden.
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Ivo Grünhagen muss gehen. Der Vorstandssprecher des Hagener Energieunternehmens Enervie steht nach Informationen der WESTFALENPOST vor der Ablösung. Der Grund: Das Vertrauensverhältnis zu den Hauptanteilseignern ist zerstört.

Hagen.. Ivo Grünhagen muss gehen. Der Vorstandssprecher des Hagener Energieunternehmens Enervie steht nach Informationen der WESTFALENPOST vor der Ablösung. Der Grund: Das Vertrauensverhältnis zu den Hauptanteilseignern ist gestört.

Am kommenden Freitag soll es eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates geben, in dem die Ablösung von Grünhagen offiziell besiegelt werden soll. Die entscheidenden Fakten wurden aber bereits am heutigen Mittwoch geschaffen. Nach Informationen unserer Zeitung gab es am Mittwochmorgen ein Treffen zwischen dem Hagener Oberbürgermeister Erik O. Schulz, der auch Aufsichtsratsvorsitzender bei Enervie ist, dem Lüdenscheider Bürgermeister Dieter Dzerwas und einem Vertreter von Remondis – mithin also ein Treffen der drei größten Anteilseigner des Unternehmens. In dieser Runde war man sich offensichtlich einig, dass es kein Vertrauensverhältnis mehr zu Grünhagen gibt, der Sprecher des dreiköpfigen Vorstandes des Energieunternehmens ist.

Enervie steckt seit Monaten in einer tiefen Krise

Im Laufe des Nachmittags wurden schließlich Aufsichtsratsmitglieder und in der Folge auch Grünhagen selbst informiert. Am Abend kommt – schon lang geplant – der Enervie-Beirat zusammen, in dem auch die kleinen Anteilseigner (diverse Kommunen aus dem Märkischen Kreis und dem EN-Kreis) vertreten sind.

Enervie steckt schon seit Monaten in einer tiefen Krise. Durch die Energiewende und die damit unrentabel gewordenen konventionelle Kraftwerke sind Millionenverluste angehäuft worden. An eine Dividende, die über Jahre verlässlich an die Anteilseigner ausgeschüttet wurde, ist auf absehbare Zeit nicht zu denken. Durch die beabsichtige Abschaltung aller Kraftwerke werden voraussichtlich mehr als 300 Arbeitsplätze wegfallen – die Sozialplanverhandlungen laufen. Zudem ringt das Unternehmen derzeit um neue Kredite, die die Liquidität sichern sollen.