Ist Nadav Guedj aus Israel ein Geheimfavorit?

Hohenlimburg / Wien..  Mittendrin - und nicht als Fan außen vor - ist die Hohenlimburgerin Lidia Voegele gegenwärtig beim Eurovision-Song-Contest (ESC) in Wien. Denn im Backstage-Bereich (hinter der Bühne) der Wiener Stadthalle bekommt die 47-Jährige als eine von rund 50 Volunteers, die sich u.a. um „Leib und Wohl“ der Medienvertreter kümmern sollen, alles hautnah mit.

Besonders umjubelt, auch von den 300 bis 400 Journalisten bei der Pressekonferenz am späten Donnerstagabend, war, so Lidia Voegele, Nadav Guedj aus Israel. Der trat mit seinem Song „Golden Boy“ im zweiten Halbfinale auf, um sich für das große Finale am heutigen Abend ab 21 Uhr zu qualifizieren. „Möglicherweise ist das der neue Geheimfavorit. Der wird aktuell wohl höher gehandelt als der Beitrag des bisherigen Favoriten aus Australien,“ berichtete die Hohenlimburgerin gestern.

Und welche Chancen räumt sie der deutschen Finalistin Ann Sophie ein? „Die hat am Mittwoch ihren Auftritt bei der Vorstellung der großen fünf Nationen auf der Bühne vor dem Wiener Rathaus aufgrund einer Erkältung abgesagt und sich geschont. Sie wird aber beim Finale mit Sicherheit dabei sein.“

Daniel tröstet seine Fans

Das hat ihr Landsmann Daniel Kajmakowski mit seinem Song „Autumn Leaves“ nicht geschafft. Der Mazedonier ist am Dienstag im 1. Halbfinale als einer von sechs Teilnehmern ausgeschieden. „Die Fans aus Mazedonien waren sehr enttäuscht und haben geweint. Daniel ist später zu ihnen gekommen und hat sie getröstet“, erzählt Lidia Voegele, die in Wien zahlreiche Mitglieder jener mazedonischen Delegation getroffen hat, die sie im Jahr 2011 beim ESC in Düsseldorf kennenlernte. Damals betreute die Hohenlimburgerin die Delegation aus ihrem Heimatland. Und welche Aufgaben hat sie bislang übernommen? „Wir haben die Journalisten versorgt. Wasser und Süßigkeiten gereicht.“ Und am Samstag beim Finale? „Das weiß ich noch nicht“, sagte sie gestern Mittag. „Ich warte noch auf eine E-Mail.“