Integration einfach leben

Demo „Hagen ist bunt“. Die Kundgebungen und die Demonstrationen waren ein gutes Zeichen für unsere bunte Stadt Hagen. Ich schließe mich der Kommentierung der Stadtredaktion an, die dazu auffordert, dass es nicht bei einem Einzelereignis bleiben sollte. Nach den Aktionen vom 24. Januar sollten wir gemeinsam überlegen, wie die guten Erfahrungen im Zusammenleben der Menschen unserer Stadt Normalfall einer toleranten Stadtgesellschaft bleiben und wo nötig und möglich immer wieder erneuert werden.

Neben Parteien, Kirchen und Religionen sowie anderen Organisationen und vielen Einzelmenschen haben die Gewerkschaften die Demonstration und Kundgebungen unterstützt. Aus vielen Betrieben und Verwaltungen und aus den Mitgliedsgewerkschaften waren Kolleginnen und Kollegen vertreten. Das ist gut so und das wird auch so bleiben. Gerade in den Betrieben und Verwaltungen werden Gemeinsamkeiten mit Leben erfüllt, werden Aufgaben miteinander angegangen. Dort wird Integration oftmals nicht besonders diskutiert sondern einfach gelebt.

Und hier liegt eine wichtige Aufgabe, die es weiter zu entwickeln gilt. Im gemeinsamen Lernen und miteinander leben. Politik und Wirtschaft, die demokratischen Parteien und Verbände sind in besonderer Weise gefordert. Sie müssen mit allen Menschen der Stadtgesellschaft dafür sorgen, dass die Arbeits-, Lern- und Lebensbedingungen wieder und immer besser werden, um Unzufriedenheit und Ängste zu überwinden. An dieser Stelle halte auch ich es für sehr wichtig, vor allem soziale Fragen und Themen der Menschen aufzugreifen, die hinter falschen Aufforderungen von PEGIDA´s oder wem auch immer hermarschieren. Eine „Islamisierung des Abendlandes“ ist ein vorgeschobener Grund für Unzufriedenheit und Ängste.

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