In Gemeinschaft über Folgen von Krebs reden

Hagen..  Am heutigen Weltkrebstag rückt die Hagener Selbsthilfegruppe Frauen nach Krebs das Thema ins Bewusstsein. Immer mehr Menschen überlebten ihre Krebserkrankung, erläutert Cerstin Bickehör, Leiterin der FSH-Gruppe in Hagen. Doch diese Therapien hätten ihren Preis. „Häufig leiden die Betroffenen noch Jahre nach Abschluss der Behandlung unter körperlichen Komplikationen“, so Cerstin Bickehör.

Besonders belastendend seien dabei das Fatigue-Syndrom, also chronische Erschöpfung, Osteoporose sowie Polyneuropathie, eine schmerzhafte Erkrankung des peri-pheren Nervensystems. Aber auch sexuelle Beschwerden minderten die Lebensqualität erheblich. „In vielen Fällen haben die ehemaligen Patienten keinen dauerhaften Ansprechpartner, der über den Krankheitsverlauf, die Therapie und deren Langzeiteffekte wirklich gut Bescheid weiß“, kritisiert Petra Kunz, Landesvorsitzende NRW. „Außerdem fehlen Informationsmaterialien und Interventionsangebote.“

Die Gruppentreffen stehen allen Menschen offen, die an Krebs erkrankt sind, und auch deren Angehörigen. Die Teilnahme ist unverbindlich und ohne Mitgliedsbeitrag. Die Gruppe Hagen trifft sich immer jeden zweiten Mittwoch im Monat um 18 Uhr im Alten Stadtbad, Berliner Str. 115, 58135 Hagen.