Im Stau nach Hagen sind Richters Ideen entstanden

Es gibt auch die im Polizeipräsidium, die ein wenig aufatmen, dass er nun nicht mehr Präsident ist. Das weiß Frank Richter. Das liegt nicht daran, dass er etwa im persönlichen Umgang unfreundlich wäre, sondern vielmehr an der hohen Schlagzahl an neuen Ideen, die er in seiner Amtszeit (Richter: „Zweieinhalb wirklich geile Jahre“) angestoßen hat. Entstanden sind sie auch auf der langen Fahrt zwischen seinem Heimatort Mülheim und dem Dienstort Hagen: „Da meine ich schon mal bei neuen Ideen von den Kollegen gehört zu haben: ‘Jetzt hat er wieder zu lange im Stau gestanden’“, so Frank Richter augenzwinkernd. Die lange Fahrtzeit bleibt ihm nun als Polizeipräsident in Essen erspart.

Von Innenminister Ralf Jäger (SPD) gab es viel Lob für Richter: „Du hast in Deiner Zeit in Hagen viel angestoßen. Und auch das ein oder andere Experiment gewagt.“

Auch Oberbürgermeister Erik O. Schulz würdigte den scheidenden Präsidenten als unkomplizierten Gesprächspartner. Dafür stehe Richters Satz: „Wir müssen ja nicht immer Papier beschreiben, wir könne ja auch mal zum Telefon greifen.“

Ratsfrau Nesrin Öcal (SPD) lobte als Vorsitzende des Polizeibeirats, dass Richter die Kommunikation mit den Bürgern gesucht habe.

Personalratsvorsitzender Bodo Gleiß hob hervor, dass die Gespräche mit Frank Richter offen, ehrlich und fair gewesen seien: „Wir haben uns aber auch gerauft.“