HSG-Trainer Rolf Funke stellt Lisa Witte zwischen die Pfosten

Hohenlimburg..  Das Ergebnis erscheint völlig normal, denn den Handball-Landesliga-Frauen der HSG Hohenlimburg hatte man schon zugetraut, gegen die abstiegsbedrohte Reserve des ETSV Witten beide Punkte einzufahren, auch wenn Hauptschützin Nina Hillebrecht erkrankt ausfiel, weitere Leistungsträgerinnen wie Nathalie Funke-Kamann und Carina Voss nicht ganz fit waren.

Das Besondere am 23:19 (13:9)-Erfolg waren zwei Personalia: Zum einen das Comeback der auf halblinks für Hillebrecht eingesetzten jungen Mutter Mandy Linde, zum anderen das Torhüterinnen-Debüt von Lisa Witte, die man in Hohenlimburg eigentlich nur als Rückraumspielerin kennt. In früheren Jahren aber hat sie zwischen den Pfosten gestanden. Und genau das tat sie in den letzten Wochen auch bei der HSG – und zwar so vielversprechend, dass sich Interimscoach Rolf Funke entschloss, sie fürs Tor zu nominieren.

Und weil es in Halbzeit eins nach Wunsch lief, mit einem Viererpack binnen sechs Minuten aus dem 5:5 ein 9:5 wurde, der Vorsprung phasenweise sechs Tore (12:6, 23.) betrug, rückte die hochgewachsene Witte nach dem Seitenwechsel für Janine Ellermann in den Kasten. Und sie erledigte diese Aufgabe mit Bravour, wehrte gleich einen Strafwurf und weitere ETSV-Geschosse ab und trug so wesentlich dazu bei, dass sich ihr Team auf 21:12 (45.) absetzen konnte.

Ein beruhigendes Polster, so dass Funke seine Stammkräfte ein wenig schonen durfte. Mit dem 23:14 (52.) durch Kreisläuferin Annika Funke stellte die HSG ihre Torproduktion ein, durfte der Gast Ergebniskosmetik betreiben. „Das Ding haben wir dank unserer aggressiven Abwehr gewonnen, denn so konnten wir etliche Gegenstöße fahren. Aber auch spielerisch sehe ich Fortschritte“, kommentierte ein zufriedener Rolf Funke.

HSG: Ellermann (31. Witte); Druskus (4), L. Funke (4), Funke-Kamann (4/1), Voss (3), Geitebrügge (3), Spelsberg (1), A. Funke (1), Geier, Schneider.