Horrorfilm als außergewöhnlicher Abschluss

In dieser Szene aus dem Trailer ist Filmemacher Douglas Stahl selbst zu sehen.
In dieser Szene aus dem Trailer ist Filmemacher Douglas Stahl selbst zu sehen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Eine Horror-Komödie dreht der Hagener Douglas Stahl zum Abschluss seines Film-Studiums. Finanzieren will er das Projekt durch Crowd-Funding.

Hagen.. Manchmal ist der Alptraum ganz nah. Zum Beispiel in einem Großraumbüro mit einem Kopierer, mit Schreibtischen, mit Telefonen, in dem plötzlich alle anders, irgendwie krank aussehen. Wer ist hier ein Zombie? Wer ist noch ein Mensch?

Klingt skurril? Ist es, und soll es auch sein. „Es gibt in Deutschland so viele Komödien, Romanzen und Dramen“, sagt Douglas Stahl, „deshalb reizt es mich zu zeigen, dass auch etwas Anderes geht. Vielleicht ist das ein Beitrag, den deutschen Film aus dem Komödiensumpf herauszuziehen.“

Schreckensszenario mit Augenzwinkern

An der Fachhochschule Dortmund macht der 27-jährige Hagener seinen Bachelor of Arts (Schwerpunkt Film). Seine Abschlussarbeit ist eine Horror-Komödie mit dem Titel „Z-Office“ (Trailer auf Youtube). Ein kleines Schreckensszenario, rund 30 Minuten lang, bei dem das Augenzwinkern nicht fehlt. „Ich bin selbst eher ein lustiger Typ und großer Fan britischer Horrorkomödien. Mich reizt es, die Möglichkeiten des Films voll auszuschöpfen. Dem visuellen Humor kommt eine besondere Bedeutung zu“, sagt Douglas Stahl, dem es wichtig ist, dass das ganze Team „hinter der Idee“ steht. Ein Team, das sich in erster Linie aus Kommilitonen zusammensetzt.

Startnext.com ist die Adresse der Internetseite, auf der Douglas Stahl sein Unterfangen präsentiert. Eine Plattform, die diejenigen, die gute Ideen für Projekte haben, mit denen, die Geld haben, zusammenbringen soll. „Dabei nehmen wir nicht nur, sondern wir geben auch“, beschreibt Stahl das Prinzip hinter dem sogenannten „Crowdfunding“, „es gibt ganz unterschiedliche Kategorien. Wer eine bestimmte Summe stiftet, bekommt beispielsweise eine DVD oder sogar eine Rolle im Film.“ 8000 Euro sind das Ziel. Zusätzlich hofft Douglas Stahl auf Mittel der Filmstiftung NRW.

Finanzierungsphase läuft

Noch läuft die Finanzierungsphase. Als nächsten Schritt will Douglas Stahl Schauspieler für die verschiedenen Rollen casten. Im Studio der Fachhochschule wir dann ein Großraumbüro nachgebaut. „Auf dem Weg bis dahin gibt es noch viele große Kleinigkeiten zu erledigen“, so Douglas Stahl, der das Drehbuch geschrieben hat und Regie führt. „Meine Tage dauern im Moment bis drei Uhr morgens.“

Einen Trailer haben Douglas Stahl und sein Team im Büro der AOK in Hagen gedreht. „Da habe ich angefragt und die Krankenkasse war sofort dabei“, so Stahl, „solche Angebote und Patenschaften sind für uns wichtig.“

Weitere Infos zum Projekt von Douglas Stahl unter www.startnext.com/z-office-film.