Historische Stadtrundfahrt auf der Spree

Vor dem Brandenburgertor versammelten sich die Mitglieder des Heimatvereins zum Erinnerungsfoto.
Vor dem Brandenburgertor versammelten sich die Mitglieder des Heimatvereins zum Erinnerungsfoto.
Foto: VEREIN FÜR ORTS- UND HEIMATKUND

Hohenlimburg..  Berlin war für die 40 Mitglieder des Hohenlimburger Heimatvereins eine Reise wert. Vom Berliner Ostbahnhof war in wenigen Schritten das Intercity Hotel erreicht, wo die Gruppe vier Tage Quartier nahm.

Schon am Mittag startete eine ausgedehnte Stadtrundfahrt durch das sommerliche Berlin. Unvergessen wird der Gang durch das Brandenburger Tor bleiben, weltweit bekanntes Wahrzeichen der Millionenstadt. Der an Höhepunkten reiche erste Tag endete mit einem abendlichen Besuch des Reichstagsgebäudes. Anziehungspunkt war die von dem britischen Stararchitekten Sir Norman Foster gebaute begehbare gläserne Kuppel, von der sich eine imposante Kulisse des abendlichen Berlin eröffnete.

Das grüne Berlin auf dem Programm

Am zweiten Tag stand als Kontrastprogramm „das grüne Berlin“ auf dem Programm: Es ging östlich ins beschauliche Köpenick und in das Rathaus dieses Stadtteils. Seinen hohen Bekanntheitsgrad verdankt es dem legendären falschen Hauptmann, der dort einst die Stadtkasse beschlagnahmt hatte. Er wurde zum Identifikationsobjekt von Köpenick. Kein Wunder, dass beim gemeinsamen Mittagessen im Ratskeller ein „Nachfolger“ in der Uniform eines preußischen Hauptmanns die Hohenlimburger bestens unterhielt. „Rustikal ließ er einige Herren strammstehen“, so Widbert Felka. Eine wunderschöne dreistündige Rundfahrt auf dem größten Gewässer der Metropole, dem Müggelsee, und der Spree rundete das Programm ab, bevor es am Abend dann in eine mitreißende Revue in den Friedrichstadtpalast ging.

Potsdamer Glockenspiel

Am nächsten Tag wurde Potsdam angesteuert. Das 2014 rekonstruierte Stadtschloss mit dem Brandenburgischen Landtag, das Holländische Viertel und Schloss Sanssouci waren für die Hohenlimburger ein Muss. Gelauscht werden konnte dem Glockenspiel der einstigen Garnisonkirche, dessen Rekonstruktion vor über 30 Jahren in der damaligen Iserlohner Winkelmannkaserne initiiert worden war. Die Garnisonkirche selbst harrt dagegen weiter einer Wiedererrichtung.

Überwältigend war die historische Stadtrundfahrt auf der Spree am letzten Tag. Vom Anlegeplatz an der Baustelle des im Rohbau fertiggestellten rekonstruierten Stadtschlosses mit Kuppel ging es vorbei am Berliner Dom, der Museumsinsel und dem Bundeskanzleramt, im bekannt schnoddrigen Berliner Volksmund Waschmaschine genannt. Dass zur Mittagszeit auch noch der „Volkskammer“ ein Besuch abgestattet werden konnte, hatte mit dem Appetit der Hohenlimburger zu tun.