Hilfe für alte Menschen kommt an

Hagen..  Ein kleines Team von sechs Hagenern ist jüngst aus Weißrussland zurückgekehrt. Zehn Tage verbrachte die Gruppe aus den Kirchengemeinden St. Elisabeth und Matthäus Anfang März in der Kleinstadt Klimowitschi, um das dortige Altenheim tatkräftig zu unterstützen. Dabei ging es in erster Linie um die Verbesserung der hygienischen Bedingungen. „So brachten wir einen Jahresbedarf von 6000 Pampers, Wasserfilter, Waschmittel, Seife, Desinfektionsmittel, Matratzen und vieles mehr“, berichtet Thomas Große. „Wir unterstützen dieses Haus nun bereits seit zehn Jahren kontinuierlich. Ohne uns gäbe es dort keine einzige Windel für die inkontinenten Bewohner“, sagt Martin Bradenbrink.

Die beiden Hagener Gemeinden St. Elisabeth und Matthäus arbeiten innerhalb eines ökumenischen Projektes seit vielen Jahren Hand in Hand. Hier werden hauptsächlich Spendengelder gesammelt, die im Altenheim Klimowitschi vollständig eingesetzt werden. Verwaltungskosten fallen nicht an, da die Reisegruppe um Thomas Große und Martin Bradenbrink ihre Fahrt-, Visa-, Hotel- und Verpflegungskosten aus eigener Tasche beisteuert. Damit ist sichergestellt, dass jeder Cent bei den bedürftigen alten Menschen ankommt.

In diesem Jahr war die Spendenbereitschaft riesig. So konnte das Klimowitschi-Team rund 20 000 Euro mit nach Weißrussland nehmen und dort einsetzen. Dafür ist der Reiseaufwand enorm. Mit dem Auto samt Anhänger nach Hannover, von dort weiter mit dem Zug in die weißrussische Hauptstadt Minsk und von da mit einem Kleinbus an die russische Grenze nach Klimowitschi. Dafür werden ca. 30 Stunden Fahrzeit benötigt.

Flugreise scheidet aus

Weil das Team bei jeder Reise Dutzende von Koffern mit speziellen Produkten befördern muss, die es in Weißrussland nicht zu kaufen gibt, scheidet die Möglichkeit einer Flugreise aus. „Die Dankbarkeit der alten Menschen lässt sich in den Augen ablesen. Auch wenn wir die Sprache nicht beherrschen, das ist echt sichtbar. Nach so einer Reise kommst du total erfüllt und zufrieden zurück“, berichtet Große.

Nach der Reise ist vor der Reise. So geht die Arbeit jetzt wieder von vorne los. „Wir werden hier in Hagen und Umgebung von der Reise berichten, Bildervorträge zeigen und für unser Projekt neue Spendengelder sammeln, damit wir im kommenden Jahr wieder diese wichtige Unterstützung leisten können“, sagt Martin Bradenbrink.