Heute geht’s weiter mit den jungen Akteuren

Schüler des AD-Gymnasiums brachten „Momo“ auf die Bühne.
Schüler des AD-Gymnasiums brachten „Momo“ auf die Bühne.
Foto: Yvonne Hinz
Wenn im Hagener Theater die Jugend das Ruder übernimmt, stehen zweifelsohne die Schul- und Jugendtheatertage auf dem Programm. So auch gestern – und am heutigen Dienstag geht’s weiter.

Hagen.. Etliche Rucksäcke, Tornister und Taschen im Garedrobenbereich, im Zuschauerraum beinahe ausschließlich junge Gesichter: Wenn im Musentempel die Jugend das Ruder übernimmt, stehen zweifelsohne die Schul- und Jugendtheatertage auf dem Programm. So auch gestern – und heute geht’s weiter. Mit der zweiten Runde Bühnenluft schnuppern und der Siegerehrung später im Großen Haus.

Gestern haben wir uns umgeschaut im Theater, haben uns mit Darstellern der Produktion „Momo“, mit der die 26. Schul- und Jugendtheatertage eröffnet wurden, ausgetauscht und mit dem Intendanten sowie dem Leiter des jungen Theaters Lutz gesprochen.

Die Kostüme sind aufwändig, das Bühnenbild abwechslungsreich – nach laienhaftem Schülertheater wirkt nichts auf der Bühne. Die Akteure im Rampenlicht wirken sicher, die Zuschauer – größtenteils Mitschüler oder Besucher von anderen Schulen – interessiert.

Der Stoff "Momo" ist immer noch aktuell

Zu sehen gibt’s „Momo“ nach der berühmten Romanvorlage von Michael Ende. Das Buch wurde 1973 veröffentlicht, also vor mehr als 40 Jahren.

„Ja, aber der Stoff ist noch immer aktuell“, betont Lorena Bohacek, nachdem der Vorhang gefallen ist. Die 14-Jährige hat selbst in „Momo“ mitgespielt, ruht sich jetzt mit ihren Freundinnen draußen im Theater- Innenhof aus. „Auch heute sind doch die meisten Menschen total gestresst und in ständiger Hektik“, ergänzt die Schülerin, die das ­Albrecht-Dürer-Gymnasium besucht. Gerade in einer Großstadt hätten die Menschen doch kaum noch Zeit für schöne Dinge.

Die „grauen Herren“, die den Menschen die Zeit stehlen und bei „Momo“ eine große Rolle spielen, gäbe es im übertragenen Sinne auch heute noch. „Hausaufgaben stehlen einem viel Zeit, genau wie Arbeiten im Haushalt wie Geschirrabwaschen“, gibt Hannah Hegenberg Beispiele dafür, wer ihre „grauen Herren“ sind.

Kreativität und Fantasie werden gefördert

Die AD-Schülerinnen wollen sich auch Beiträge anderer Klassen ansehen, „bei uns sind die Schul- und Jugendtheatertage in eine ganze Projektwoche eingebettet.“

Ortswechsel: Im Foyer treffen wir auf Werner Hahn. „Die Spanne an Themen, die die jungen Leute aufgreifen, wird von Jahr zu Jahr größer“, lobt der Lutz-Leiter. Neben den großen Klassikern wie „Antigone“ würden auch immer mehr Jugendthemen behandelt, in denen es u.a. ums Erwachsenwerden, um Einsamkeit und psychische Probleme geht. Intendant Norbert Hilchenbach läuft uns auf dem Parkplatz beinahe in die Arme. „Wir sollten bei dieser Veranstaltung nicht daran denken, dass die Teilnehmer der Jugend-und Schultheatertage vielleicht in zehn Jahren die zahlenden Besucher sind, sondern dass sich die Schüler hier sinnvoll beschäftigen. Die Kreativität und Fantasie wird hier gefördert. Und das ist ganz viel Wer

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