Heine-Eltern stellen Stadt ein Ultimatum
21.12.2008 | 15:46 Uhr 2008-12-21T15:46:00+0100
Die Eltern der Heinrich-Heine-Realschüler fahren im Streit um den ausdünstenden Kautschukboden schwerere Geschütze auf: Die Schulpflegschaft beschloss am Freitag, der Stadt Hagen ein Ultimatum zu stellen und Strafanzeige zu erstatten.
Die Stadt als Schulträger und Bauherr soll bis zum 16. Januar auf drei Forderungen reagieren: Der schwarze Kautschukboden, der gesundheitsschädliche Gase ausdünste, müsse entfernt werden. Zweitens müsse abwechselndes Heizen und Stoßlüften solange ermöglicht werden, bis keine Beschwerden bei den Nutzern des Schulgebäudes mehr aufträten. Drittens fordern die Eltern, anschließend eine neue Raumluftmessung durchzuführen.
Andernfalls, so formulierten die besorgten Teilnehmer der Sitzung, „werden wir es nicht mehr verantworten können, die Kinder wegen der Gesundheitsgefährdung in die Schule zu schicken”. Einstimmig verabschiedete die Schulpflegschaft dieses Ultimatum. Das Gremium untermauert es mit einer Strafanzeige wegen Körperverletzung.
Von den Eltern der erkrankten Kinder habe sich niemand bereiterklärt, diesen Schritt zu gehen, berichtete der Pflegschaftsvorsitzende, Peter Klammer: „Da bin ich ein Bisschen enttäuscht.” Einstimmig hingegen beschlossen die Elternvertreter, den Gang zur Staatsanwaltschaft zu gehen. So wolle sie schnelle Ermittlungen in dem Fall in Gang bringen.
Seit der Renovierung nach dem Brand der Schule an der Kapellenstraße beklagen sich Schüler wie Lehrer über Übelkeit, Konzentrationsprobleme und Kopfschmerzen. Als Ursache haben sie einen schwarzen Kautschukboden ausgemacht, der fast im gesamten Gebäude verlegt ist. Er dünste mehr als 45 verschiedene flüchtige organische Verbindungen (VOC) wie Styrol aus.
Lesen Sie mehr in der Printausgabe der WR am Montag
22:36
Die Eltern, Lehrer und Schulleitung sollten auch wissen, dass es in NRW ein Internetportal gibt, das als Intranet der Gesundheitsämter auf Bundesebene arbeitet.
Das Portal für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (oegd-portal)
Seit 1994 existiert innerhalb des UmInfo ein Intranet der Gesundheitsämter auf der Bundes- und Landesebene.
Dieses Intranet ist nun zu einem eigenständigen webbasierten ÖGD-Portal mit Informationsbereichen zu allen wichtigen ÖGD-Themen und einer Datenbank ausgebaut worden.
Ansprechpartner ist die Kinderumwelt gemeinnützige GmbH, Westerbreite 7, 49084 Osnabrück
Adresse:
Kinderumwelt gGmbH
Westerbreite 7
D - 49 084 Osnabrück
Auf den Seiten von CSN Deutschland gab es schon sehr interessante Diskussionen über verschiedene gGmbHs, die in Osnabrück in der Westerbreite 7 zu finden sind.
13:05
Folgende aufschlussreiche Informationen bezüglich des Umgangs von BEHÖRDEN mit Schadstoffbelastungen in SCHULEN sind einem Beitrag des BBU (www.bbu-online.de) zu entnehmen
1. DIE BEHÖRDEN HABEN DEN KINDERN DEN KAMPF ANGESAGT:
MACHTAUSÜBUNG verhindert Sanierungen
Die Kosten für die SANIERUNG SCHADSTOFFBELASTETER SCHULGEBÄUDE in Deutschland würden in die Milliarden gehen. Es ist offensichtlich, dass die Verantwortlichen nicht dazu bereit sind, diese Gelder in die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu investieren.
Es fällt dagegen auf, dass andere öffentliche Gebäude ( Justizgebäude, Universitäten, Ministerien ) unter Aufwendung hoher Kosten zügig saniert werden.
Der BEHÖRDLICHE Umgang mit Schadstoffproblemen an SCHULEN zielt darauf ab, STRATEGIEN zur VERHINDERUNG dringend notwendiger Sanierungen und zur Abwehr von Schadensansprüchen Geschädigter durchzusetzen .
Außerdem sollen Präzedenzfälle möglichst vermieden werden.
Ziel dieses Verwaltungshandeln ist es also nicht, die Kinder vor den Schadstoffen, sondern das städtische bzw. kommunale Budget zu schonen.
Die gesundheitlichen Risiken, denen betroffene Kinder, Jugendliche und andere Gebäudenutzer dadurch ausgesetzt bleiben, finden dabei keinerlei Berücksichtigung.
Der EIGENTLICHE SKANDAL sind also nicht die in die Gebäude eingetragenen Schadstoffe, sondern der UMGANG der zuständigen Verwaltungen mit diesem Problem.
Überall in der Bundesrepublik versuchen Behörden, durch Machtausübung über den Verwaltungsapparat, Gebäudesanierungen zu verhindern oder zu verzögern .
In mitunter jahrelang andauernden Prozessen wird die Existenz von Schadstoffen in Schulgebäuden geleugnet und deren Nachweis zu verhindern versucht.
Die SCHULTRÄGER sind darum bemüht, Ergebnisse von Schadstoffgutachten im eigenen Interesse zu gestalten und - wenn das nicht gelingt - umzuinterpretieren.
Dabei scheuen sie nicht davor zurück, qualifizierte Sachverständige, Gutachter und Umweltmediziner in der Öffentlichkeit und vor Gericht zu inkompetenten Außenseitern abzustempeln und so durch gezielte Falschinformation die Urteilsfähigkeit der Öffentlichkeit zu untergraben
13:03
Folgende aufschlussreiche Informationen bezüglich des Umgangs von BEHÖRDEN mit Schadstoffbelastungen in SCHULEN sind einem Beitrag des BBU (www.bbu-online.de) zu entnehmen
1. DIE BEHÖRDEN HABEN DEN KINDERN DEN KAMPF ANGESAGT:
MACHTAUSÜBUNG verhindert Sanierungen
Die Kosten für die SANIERUNG SCHADSTOFFBELASTETER SCHULGEBÄUDE in Deutschland würden in die Milliarden gehen. Es ist offensichtlich, dass die Verantwortlichen nicht dazu bereit sind, diese Gelder in die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu investieren.
Es fällt dagegen auf, dass andere öffentliche Gebäude ( Justizgebäude, Universitäten, Ministerien ) unter Aufwendung hoher Kosten zügig saniert werden.
Der BEHÖRDLICHE Umgang mit Schadstoffproblemen an SCHULEN zielt darauf ab, STRATEGIEN zur VERHINDERUNG dringend notwendiger Sanierungen und zur Abwehr von Schadensansprüchen Geschädigter durchzusetzen .
Außerdem sollen Präzedenzfälle möglichst vermieden werden.
Ziel dieses Verwaltungshandeln ist es also nicht, die Kinder vor den Schadstoffen, sondern das städtische bzw. kommunale Budget zu schonen.
Die gesundheitlichen Risiken, denen betroffene Kinder, Jugendliche und andere Gebäudenutzer dadurch ausgesetzt bleiben, finden dabei keinerlei Berücksichtigung.
Der EIGENTLICHE SKANDAL sind also nicht die in die Gebäude eingetragenen Schadstoffe, sondern der UMGANG der zuständigen Verwaltungen mit diesem Problem.
Überall in der Bundesrepublik versuchen Behörden, durch Machtausübung über den Verwaltungsapparat, Gebäudesanierungen zu verhindern oder zu verzögern .
In mitunter jahrelang andauernden Prozessen wird die Existenz von Schadstoffen in Schulgebäuden geleugnet und deren Nachweis zu verhindern versucht.
Die SCHULTRÄGER sind darum bemüht, Ergebnisse von Schadstoffgutachten im eigenen Interesse zu gestalten und - wenn das nicht gelingt - umzuinterpretieren.
Dabei scheuen sie nicht davor zurück, qualifizierte Sachverständige, Gutachter und Umweltmediziner in der Öffentlichkeit und vor Gericht zu inkompetenten Außenseitern abzustempeln und so durch gezielte Falschinformation die Urteilsfähigkeit der Öffentlichkeit zu untergraben.
21:17
In einem Zeitungsartikel des WR vom 16.12.08 war zu lesen, dass auch ein TOXIKOLOGE des HYGIENEINSTITUTS GELSENKIRCHEN beim Ortstermin im Januar anwesend sein und Auskunft geben soll. Er sei zumindest seitens der Stadt angefragt.
Dieser Toxikologe wird sehr wahrscheinlich PROF. EWERS vom Hygieneinstitut Gelsenkirchen sein. Dieser wird nämlich häufig von den Kommunen hinzugezogen, wenn es um Schadstoffbelastungen in Schulen geht.
Die Elterninitiative Gesunde Schule HAMM hatte es abgelehnt, dass Prof. Ewers im Fall der Schadstoffbelastungen der Dietrich-Bonhoeffer- Schule in Hamm hinzugezogen werden sollte.
Diesbezüglich gab es 2007 einen Eintrag im Forum des Westfälischen Anzeigers:
Prof. EWERS – KRITIK Initiative Gesunde Schule Hamm – hat Prof. EWERS abgelehnt
Forum des Westfälischen Anzeigers:
erstellt: 21. Januar 2007 16:47 zitat
Prof. Ewers macht sich selbst mit seiner IMMER GLEICHEN Vorgehensweise im Fall von Schadstoffbelastungen UNGLAUBWÜRDIG.
Es ist inzwischen bundesweit bekannt, dass Prof. Ewers in vielen seiner Gutachten UNBEDENKLICHKEIT bescheinigt und dabei den Interessen seiner Auftraggeber, im Normalfall Städte, Gemeinden oder staatliche Institutionen, entgegenkommt.
Denn die Träger der belasteten Schulen stellen ihr eigenes wirtschaftliches Interesse über ihre Verantwortung den Kindern und Lehrern gegenüber.
Dies ist eine Beobachtung, die an vielen deutschen Schulen erhärtet wird, unter anderem auch an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Hamm-Westtünnen.
Selbst wenn hier mittlerweile eine Entscheidung zu Gunsten einer Sanierung getroffen wurde, wurden die Kinder doch mehr als sechs Jahre in den Schadstoffen sitzen gelassen.
Die Initiative Gesunde Schule hat die Hinzuziehung von Herrn Prof. Ewers zur Erstellung eines Gutachtens ABGELEHNT, da angesichts der vergangenen Beurteilungen von Schadstoffbelastungen an anderen Gebäuden durch Prof. Ewers hier die begründete Vermutung einer interessengeleiteten Begutachtung bestand.
Dies sollte nicht Sinn und Zweck einer Beauftragung sein, die aus öffentlichen Mitteln finanziert wird.
Alles Gute wünscht Ihre
Initiative Gesunde Schule
21:10
Der Fall der schadstoffbelasteten Realschule in Hagen ist kein Einzelfall. In Deutschland gibt es wohl noch mehrere Schulen, die ebenfalls eine VOC-´Problematik haben
Anbei ein Hinweis auf einige informative Websites mit vielen Hintergrundinformationen:
Vom Toxikologen Dr. Tino Merz gibt es einen Beitrag zum Thema: VOC in Schulen
(zu finden über google Eingabe oder
www.dr-merz.com)
Auf der Seite des BBU (Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz) gibt es einen LINK Schadstoffbelastungen in Schulen
(www.bbu-online.de)
Unter www.gift-in-schulen.de und www.giftschulen.de
gibt es Einträge der Interessengemeinschaft umweltgeschädigter Schüler und Lehrer der Grund-und Realschule Nideggen .
20:39
Hinweis für Silversurfer
Im Fall der Chemikalienbelastung des Schulgebäudes handelt es sich um die Schadstoffgruppe der VOCs. Hierbei geht es nicht nur um Einzelschadstoffe, sondern um ein VOC-GEMISCH. Bei einem Gemisch gibt es keine Grenzwerte. Zu beachten ist jedoch, dass bei einem Schadstoffgemisch KOMBINATIONSWIRKUNGEN auftreten können. (s.hierzu Hinweis von StayGold: http://www.igumed.de/grenzwer.html)
Aus diesem Text ein wichtiges Zitat:
Erstmals konnte die Arbeitsgruppe von Frau Priv. Doz. Dr. Irene Witte von der Universität Oldenburg quantitativ nachweisen, in welchem Ausmass konzentrationsabhängig verschiedene Schadstoffe sich in ihrer Giftwirkung im menschlichen Körper verstärken können.
Noch bei einem Drittel der bisher als unwirksam vermuteten Stoffkonzentrationen konnte im Gemisch mit anderen Substanzen für verschiedene Schadstoffe eine toxische Wirkung nachgewiesen werden
Aufgrund dieser Tatsachen ist es sehr zu begrüßen, dass die Schulleiterin der Realschule ihrer Fürsorgepflicht nachkommt und sich dafür einsetzt, sowohl Schüler/innen als auch Lehrpersonen vor Gesundheitsgefahren durch Chemikalienbelastungen aus dem Schulgebäude zu schützen.
12:32
So etwas hätte ich mir in meiner Schulzeit auch mal gewünscht!! Allerdings dann in Richtung Sommer, oder als verlängerte Sommerferien. Alle springen auf den Zug auf und behaupten es geht um ihre Gesundheit.
Dies alles zu prüfen ist Sache der Gebäudewirtschaft Hagen (GWH). Ein Team von F(l)achleuten ist dort beschäftigt und wird sich sicher sofort *hust* dem Problem annehmen.
Es geht doch nichts über eine leistungsstarke und fachliche Verwaltung. ;-)
10:15
Solange Eltern nur meckern, aber nicht handeln, sich nicht wehren per Gericht, kann etwas nicht stimmen. Endweder sind die Werte nur im Geruchsbereich oder etwas anderes ist faul. Der Belag, der wird bestimmt in zig Gebäuden verlegt. Ist nur in Hagen das Problem?
Alle die meinen wissenschaftlich hier etwas breit zu treten, sollten erstmal das Verhalten der Eltern klären. Auch scheinen die Lehrer immer noch zu leben. Auch von denen klagt keiner auf dem richtigen Weg über ordentliche Gerichte. Es stinkt zum Himmel das Für und Wider...Alles Worthülsen.....
00:15
http://www.wdr.de/themen/panorama/gesellschaft/hagen_realschule/index.jhtml
00:08
Mich würde mal interessieren, wozu es Grenzwerte gibt.