Heide-Schüler heiß aufs Schwimmabzeichen

Die Viertklässler der Heidegrundschule erhielten gestern ihre Schwimmabzeichen. Zur Freude von Heike Harder (Mutter), Julia Schwamm und Sabine Klimmek
Die Viertklässler der Heidegrundschule erhielten gestern ihre Schwimmabzeichen. Zur Freude von Heike Harder (Mutter), Julia Schwamm und Sabine Klimmek
Foto: WP

Hohenlimburg..  600 Meter Schwimmen in maximal 24 Minuten, 50 Meter Brustschwimmen in höchsten 70 Sekunden, 15 Meter Streckentauchen oder 50 Meter Transportschwimmen.

Die Anforderungen, die an die Viertklässler der Heidegrundschule gestellt worden sind, damit diese das Deutsche Jugendschwimmabzeichen in Gold erhalten, sind gewaltig. Deshalb sind Heike Harder sowie Sabine Klimmek (Schulleiterin) und Julia Schwamm (Lehrerin) stolz, dass in diesem Jahr fünf Mädchen und Jungen diese großartige Leistung erbracht haben und deshalb mit der Farbe „Gold“ dekoriert werden.

Aber auch die Leistungen der anderen 51 Mädchen und Jungen verdienen allerhöchste Anerkennung. Denn fast alle der 56 Viertklässler lernten in diesem Jahr im Lennebad das Schwimmen. „Es gibt kaum einen Schüler, der das nicht beherrscht“, versichert Heike Harder, die im zurückliegenden Jahr das Lehrerteam tatkräftig unterstützt hat und sich deshalb freut, dass 19 Schülerinnen und Schüler das Abzeichen in Silber und 9 in Bronze erschwommen haben. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler erhielten darüber hinaus das Seepferdchen.

„Die Voraussetzungen im Lennebad sind für die Hohenlimburger Schulen einfach ideal“, betont Heike Harder. „Hier haben wir ausreichend Platz und auch die erforderliche Zeit, um individuell trainieren zu können.“

Ob zu Fuß von der Heide - oder mit dem Bus. Die Mädchen und Jungen können das Bad zügig und unproblematisch erreichen. Darüber hinaus stehen ihnen 45 Minuten Zeit zur Verfügung, um gezielt das Schwimmen mit all seinen Facetten wie Tauchen oder Abschleppen zu erlernen. „Das geht nur hier“, betont Heike Harder, „im Westfalenbad wäre das gar nicht möglich. Dort stehen nur zwei Bahnen zur Verfügung. Dort herrscht immer ein großes Gewusel, ist alles viel unruhiger und unübersichtlicher. Auch für die Aufsicht führenden Personen.“

„Bad muss erhalten bleiben“

Hinzu kommt der Faktor Zeit. Die Mädchen und Jungen mit dem Bus zum Westfalenbad zu fahren, erfordert viel mehr Zeit und ist zudem noch ein größerer Kostenaufwand. „Es macht aus Sicht aller Hohenlimburger Schulen einfach keinen Sinn, das Lennebad zu schließen. Es muss erhalten bleiben, damit möglichst viele Grundschüler hier das Schwimmen erlernen“, betont die Mutter.

Mit dem gestrigen Tag endete für die Heidegrundschüler offiziell der Schwimmunterricht. Denn das Lennebad wird zum 1. Juni geschlossen und erst zum 1. September wieder geöffnet.

Dann möchten Eltern und Lehrer möglichst vielen Mädchen und Jungen der jetzigen Klasse drei das Schwimmen beibringen. „Viele Schüler beherrschen das in diesem Alter noch nicht. Insbesondere die Kinder mit Migrationshintergrund haben erhebliche Defizite.“