Haßleyer Insel in der Planung
14.12.2009 | 18:01 Uhr 2009-12-14T18:01:00+0100
Das Nahmertal wird sein Gesicht verändern. "Die noch auf der Fläche des ehemaligen Werkes IV stehenden Hallen werden abgerissen,” teilt jetzt die Hagener Wirtschaftsförderung mit.
Möglich werde dies durch die Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von 620000 Euro. Den eigentlich von der Stadt Hagen zu tragenden Eigenanteil in Höhe von 155 000 Euro übernimmt der Grundstücksfonds NRW. Damit beläuft sich das Gesamtvolumen auf 775 000 Euro. Begonnen werde mit dem Abriss des ehemaligen Kruppwerks im kommenden Jahr.
Mit dem Abriss wird die grundlegende Voraussetzung für eine weitere Vermarktung der Flächen geschaffen. Ob in der Nahmer aber nach dem Abriss neue Gewerbeansiedlungen vorgenommen werden können, steht in den Sternen. Die Verwaltung stuft das Nahmertal als eine „wenig marktgängige Fläche in abseitiger Lage” ein, wie es in einer Vorlage für den Stadtentwicklungsausschuss heißt, der heute tagt. Auch die bereits erschlossene Fläche in Herbeck kann zurzeit nicht mehr als verfügbare Reservefläche für Gewerbe angesehen werden. Auf der Suche nach einem Grundstück für den Bau einer Justizvollzugsanstalt hat das Land Herbeck in die nähere Auswahl genommen.
So fehlt es Hagen an Bauflächen. Selbst unter Berücksichtigung der Nahmer und Herbeck wurde ein Fehlbedarf von 58 Hektar ermittelt. Grund genug, im neu aufzustellenden Flächennutzungsplan das Gebiet zwischen A 45, Haßleyer Straße und Hünenpforte als neues Gewerbegebiet „Haßleyer Insel” auszuweisen.
Städtebauliches Ziel müsse es sein, die 11,9 Hektar große Fläche als zusammenhängendes Gerwerbegebiet in verkehrsgünstiger Lage zu entwickeln. Hier könne Raum für die Neuansiedlung von zukunftsorientierten Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben und Betriebsverlagerungen geschaffen werden, heißt es. Verkehrstechnisch soll der nördliche Teil der „Haßleyer Insel” über die Haßleyer Straße erschlossen werden. Der südliche Teil soll über einen Kreisverkehr an der Hünenpforte angefahren werden.
Zwar kann die Stadt die Fläche mit Zustimmung der Bezirksregierung ausweisen, eine Erschließung wird sie aber aufgrund der miserablen Kassenlage nicht selbst vornehmen können. Nur mit der Hilfe von privaten Investoren sei eine zeitnahe Entwicklung möglich, heißt es in dem Planungspapier.
14:43
Ich find es eine Schande was hier passiert. Solche alten Hallen mit Flair werden abgerissen nur weil man dafür Fördergelder bekommt. Glauben die verantwortlichen wirklich das nach dem Abriss jemand die Fläche kauft, wo man doch seit Jahren die Fläche nebenan auch nicht verkauft bekommt. Wir haben in Hagen eine Mnege große Flächen aber kaum kleinere. Anstatt groß zu träumen sollte man hier mal lieber kleine Schritte machen. Nur mit Träumen kommt man nicht weiter. Warum plant man nicht ein Gewerbegebiet für kleinere Firmen. Eine Strasse über die alter Zufahrt bis zur Hallenmitte. Von den ersten 2 der 3Hallenteilen reist man 20m breit in der Mitte weg so das die Strasse Zugang zu allen Hallenteilen ermöglicht. Von der neuen Strasse zur Hauptstrasse hin bietet man Parzellen an die auch geteilt werden können. Zur anderen Seite bietet man die Möglichkeit kleine Parzellen mit Halle und dahinter mit Büro und Wohngebäuden zu bebauen. Hier könnte man Parzellen von rund 500 / 1000 / 2000m2 anbieten. Das ist es was in Hagen fehlt,klein und bezahlbar auch für kleine Firmen. Und wenn man dann das Gründstück vielleicht noch in eine extra Firma auslagert und verpachtet wär das Werk 4 Gelände in 5Jahren voll und eine Erfolgsgeschichte die einzigartig ist und mit der auch bestimmt jeder Nahmertalanwohner zufrieden ist. Aber da kann natürlich keiner der Stadt sagen was er doch tolles geleistet hat...
Das Gelände bietet viele Möglichkeiten, aber die die das Geld für die Träumereien der Stadt haben können genausogut auf der grünen Wiese ohne Altlasten und mit bester Anbindung neu bauen. Schade das man in Hagen immer auf taube Ohren stößt. Ich bin kein Träumer, ich habe mich nur intensiver mit dem Kauf der ehemaligen Thyssen Krupp Ruine Unternahmerstr. beschäftigt, was leider am ende an einer unverschämten Forderung des Eigentümers gescheitert ist. Dort gab es aber die gleichen Probleme wie bei diesem Gelände. Und auch dort hat man nun nach dem Abriss eine Fläche die niemand haben will...
Also liebe Leut, ES IST ZEIT ZUM AUFWACHEN, sonst haben wir bald noch mehr abgezeunte Wiesen mit Fundamentresten und Dreck, aber da können dann ja die Arbeitslosen spielen die sich in Hagen keine Fläche leisten konnten.
13:28
Zum Nahmertal:
Ich kann mir, in Anbetracht der ungünstigen Verkehrsanbindung, nicht ernsthaft vorstellen, dass dort die Wiederansiedlung von Gewerbe wirklich Sinn macht. Man sollte sich meiner Meinung nach eher auf die Renaturierung der Industriebrachen konzentrieren.
Zur Haßleyer Insel:
Als Holthauser gehört Haßley ja zu meiner unmittelbaren Nachbarschaft und ich finde es durchaus sinnvoll besagten Bereich als Gewerbegebiet auszuweisen. Ich sehe da keine besondere Beeinträchtigung der Lebensqualität der Anwohner, da ohnehin die Autobahn in unmittelbarer Nähe ist.
Viel wichtiger finde ich jedeoch den Bau des Kreisverkehrs, der wohl kaum an einer anderen Kreuzung in Hagen, sowohl vom Verkehrsfluss als auch von der Sicherheit her, mehr Sinn machen würde als da! Mich wundert es übrigens, dass man im Stadtrat nicht schon längst auf die Idee gekommen ist...
02:06
Schön, daß sich der SPD-Versorgungsfall Pit Krause als Fachmann äußert. Mehr davon! Das bringt unsere Stadt weiter - wie in der Vergangenheit!
23:58
Obernahmer - Abriss Werk IV
„Noch in diesem Jahr sollen die Arbeiten los gehen”,. Zumal das Gefahrenpotential der Industriebrache ein Dauerproblem ist. „Es ist ein Wunder, dass bisher noch nichts passiert ist — auch wenn wir regelmäßig Sicherheitsarbeiten vornehmen”, sagt Werkhof-Geschäftsführer Pit Krause.
Hohenlimburg, 28.04.2009
http://www.derwesten.de/staedte/hohenlimburg/Das-Ringen-um-die-Zukunft-der-Industriebrache-geht-weiter-id650524.html
Ja ja, das Nahmertal wird sein Gesicht verändern .......
Nur mit der Hilfe von privaten Investoren ist eine zeitnahe Entwicklung möglich ......
So wie einst hier??????
Zuerst wird die Betonrinne renaturiert, die den Hüseckenteich bedient, so Werkhof-Geschäftsführer Pit Krause. Der erste Bauabschnitt soll im Frühjahr 2008 fertig sein.
http://www.derwesten.de/staedte/hohenlimburg/Neue-Aera-in-der-Nahmer-id1996234.html
„
JA JA, ....... BLA BLA .......
21:54
Lieber Hagener (5)
Man merkt, dass Sie kein Hohenlimburger sind. Ich würde an Ihrer Stelle mal den ÖPNV benutzen, in die Nahmer fahren und mit den Anliegern diskutieren. Erst dann bin ich auf einen Beitrag von Ihnen gespannt.
21:38
Verwaltung in Hagen - auf unsterstem Niveau. Typisch. Alte, historisch gewachsene Hallen abreissen und irgendwo auf der grünen Wiese - weil Autobahnnähe - noch mehr Landschaft zersiedeln und irgendwann dann vielleicht in 08-15-Architektur einfache Betonhallen erstellen. Auf dem Weg zur Vereinheitlichung. Irgendwann sieht es wirklich überall gleich aus. Das Selbstbewußtsein eigene Vorgaben zu machen und das Gespür für den Erhalt des Vorhandenen fehlte in dieser Stadt schon häufig. Sonst hätte man nicht soviel historische Substanz abgerissen und hat Flächen mit denen man heute nichts anfangen kann. Anderswo würde man die Herausforderung annehmen und ein Gebiet wie das Nahmertal zu neuem Leben erwecken. Hagen geht den einfachen und billigen Weg. Erstmal abreissen und gucken was kommt. Vielleicht irgendwann ein Investor. Lidl und Aldi werden es in dort wohl nicht sein. Da fällt einem nichts mehr zu ein. Aber die Meisten werden es als gottgegeben hinnehmen.
21:38
@2: genau da ist der Kreisverkehr geplant!
19:46
Lieber Gott,
bitte versuche für Herrn Grothe kurzfristig eine Beschäftigung zu finden die ihn daran hindert bei der Gestaltung der Haßleyer Insel Einfluss zu nehmen.
Kannst du ihn nicht in den Ruhestand beamen ?
19:38
Dann bitte endlich auch einen Kreisverkehr an der Kreuzung Haßleyer Str. Kattenohler Str. Hünenpforte Volmeabstieg, eine der gefährlichsten hagener Kreuzungen.
18:35
Ooooh, na da müsste es doch mit dem Teufelzugehen, wenn da nicht wieder eine Bürgerinitiative entsteht, die nach dem Floriansprinzip fordert Gewerbeflächen sind wichtig, aber doch bitte nicht HIER!. Man kann ja quasi drauf warten. War schon beim Raiffeisenmarkt so, den heute vmtl. kaum ein Haßleyer bewusst wahrnimmt. Damals wurde quasi der Untergang des Abendlandes prophezeit, wenn das Ding gebaut würde....
Am beliebsten war damals, sich den Kopf der Bürger aus ganz anderen Stadtteilen zu zerbrechen, denen ja dann ihr Naherloungsgebiet kaputt gemacht würde. Den vermeintlich Betroffenen schien es dagegen herzlich wurscht zu sein (zu recht, wie ich meine).