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Stadtentwicklung

Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle

17.10.2011 | 17:57 Uhr
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
An der Kreuzung Kattenohler Straße, Zur Hünenpforte und Haßleyer Straße soll ein Kreisverkehr entstehen. Foto: Michael Kleinrensing

Haßley.Das dürfte in den nächsten acht Monaten verkehrstechnisch mächtig spannend werden: Mit der Realisierung des fünfarmigen Kreisverkehrs an der Einmündung Hünenpforte/Haßleyer/Kattenohler Straße werden sich die Verkehrsströme zwischen Emst und Hohenlimburg sowie in Richtung Volmetaler Höhen während der Übergangsphase völlig neu sortieren.

Dass eine Kreisverkehr-Lösung an dieser Einmündung im Schatten der A 45-Anschlussstelle Hagen-Süd nicht nur baulich, sondern auch von der Idee her eine runde Sache ist, wird von niemandem bestritten. Obwohl das Tempo auf diesem Abschnitt der Landstraße bereits auf 60 Stundenkilometer reduziert ist, wird die Leistungsfähigkeit des Kreuzungspunktes von Straßen NRW aktuell lediglich mit den Noten 4 bis 5 bewertet. Mit dem Umbau in einen Kreisel mit 40 Metern Durchmesser will man sich um drei Schulnoten verbessern.

Notwendig wurde der Ausbau, weil jetzt auch noch der Enervie-Konzern, der auf der Haßleyer Insel seine neue Konzernzentrale errichtet, seinen künftigen Unternehmenssitz von der Hünenpforte aus erschließen will. Diese Rampe – Steigung: zehn Prozent – hätte nicht mehr in die bestehende Kreuzung integriert werden können. Zudem muss für den nebenan entstehenden Sonneborn-Möbelmarkt zusätzlich die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes erhöht werden.

Extra-Schaltung für Busse

In Abstimmung mit den kommunalen Verkehrsbehörden, der Polizei, Bezirksregierung, Autobahnpolizei und Straßenbahn AG hat der Wirtschaftsbetrieb Hagen sich jetzt dazu entschlossen, den angrenzenden Pendlerparkplatz sowie die Kattenohler Straße während der gesamten Bauphase zu sperren. Gleiches gilt für die Haßleyer Straße, die aus Fahrtrichtung Emst lediglich noch bis zum Abzweig Haßley befahren werden kann. Nur der Busverkehr, der sich über eine extra zu schaltende Anforderungstechnik auf die Hünenpforte einfädeln weiterhin darf, wird diesen Abschnitt noch passieren. In der Gegenrichtung bleiben Haßley und Emst hingegen während der gesamten Bauzeit erreichbar.

Bis zum Frühsommer 2012 werden die Verkehrsströme – je nach Baufortschritt – mal südlich und mal nördlich an dem künftigen Kreisel vorbeigeführt. „Dabei geht es nicht nur um den Straßenausbau möglichst in einem Guss – vor allem die mit Stahl verstärkten Bordsteinkanten müssen am Stück betoniert werden“, beschreibt Guido Rose als verantwortlicher Bauleiter die Arbeiten. Gleichzeitig würden nämlich auch ein Regenwasserkanal sowie ein digitales Lichtwellenkabel eines Media-Anbieters verlegt. Gleichzeitig rücken die Bushaltestelle näher an den Kreisel heran, so dass es für die Nutzer der Hagener Straßenbahn AG künftig auch kürzere Wege zum Pendler-Parkplatz sowie zum Enervie-Gelände gibt.

Stau-Flüchtlinge biegen ins Volmetal ab

Ampeln regeln während der gesamten Bauphase den abwechselnden Autofluss. Dabei sorgt eine Kontaktschleife an der Ampel in Fahrtrichtung Holthausen dafür, dass die Ausfahrt Hagen-Süd für die Linksabbieger immer frei bleibt. Zwischen Einmündung und Ampel bleiben immerhin 120 Metern, auf denen sich etwa 25 wartende Pkw aneinander reihen können. „Autofahrer, die aus dem Stau auf der Sauerlandlinie auf Geheiß ihres Navigationsgerätes in die Hagener Innenstadt flüchten, nutzten ohnehin den Volmeabstieg“, geht Matthias Hegerding, beim Wirtschaftsbetrieb Hagen Leiter des Fachbereichs Bauen, davon aus, dass diese Verkehrsteilnehmer für keinerlei zusätzliche Belastung der Kreisbaustelle sorgen.

Gesonderte Umleitungen sollen zunächst nicht ausgewiesen werden. An der Karl-Ernst-Osthaus-Straße sowie an der Eppenhauser Straße wird lediglich darauf hingewiesen, dass die Haßleyer Straße in Richtung Holthausen/Hohenlimburg unpassierbar ist. Die Bewohner der Volmetaler Höhen müssen über Staplack und Köhlerweg ausweichen. Hier hat der HEB auch signalisiert, im Winter regelmäßig streuen zu wollen. Für den potenziellen Schleichweg durch Haßley und die Schmalenbecke hinab gilt das zunächst nicht. Wer von Emst und Eppenhausen aus die Sauerlandlinie in Richtung Siegen/Frankfurt ansteuert, muss in den nächsten Monaten sich erst ins Tal hinabschlängeln und sein Ziel, die Auffahrt Hagen-Süd, über den Volmeabstieg ansteuern.

Martin Weiske

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Kommentare
19.10.2011
22:37
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von BreckerfelderOutbackbewohner | #10

@ 9 Ich bezog mich mit Sonneborn ja auch nicht auf Ihren Beitrag unter # 1 sondern auf den Artikel ;)

19.10.2011
10:53
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von hagfri | #9

#7 von BreckerfelderOutbackbewohner, in # 1 steht kein Wort von Sonneborn, sondern nur Erschließung. In #4, also selbst geschrieben, dort wird das Wort Sonnborn, Möbel usw. mehrfach erwähnt. Deshalb erst in # 5 die Gegenantwort.
Wer aufmerksam die Planungen verfolgt, wird bestimmt wissen, dass nach dem Haßley-Kreisel 1 2 noch ein weiterer, der dritte Umbau an der Einmündung Karl-Ernst-Osthaus-Str (Heizwerk) ansteht. Stand Anfang 2010 hier in der WP mit Planungsbild!!! Für das Einkaufszentrum neben dem Sportplatz.Also 3 dicke Umbauten in 3 Jahren auf 1,3km auf der Haßleyer Str.

19.10.2011
08:14
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von Just_Say_it | #8

Naja bei den Haßleyern, die sich wegen alles und jedem anstellen, ist man es ja gewohnt, einfah Steinbruch erweitern und so Probleme wie Haßley und Herbeck sind gelöst.

Dass die halbe Stadt bald zu einer enteigneten Umweltzone wird, ist den Aufständischen zwischen den Städten sicher völlig egal.

18.10.2011
23:11
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von BreckerfelderOutbackbewohner | #7

@ 5

Ich weiss nicht wo Sie jetzt eine Verbindung zwischen dem Kreisverkehr an der Kreuzung und Sonneborn aus meinem Text rauslesen. Ich finde keinen.. ^^

Das mit Sonneborn steht in einem neuen Absatz.. Mit der Zufahrt habe ich eh kein Problem,genausowenig mit dem Kreisverkehr der gebaut wird.. Ich habe auch nix gegen eine Ansiedlung von Gewerbe sowie der Enervie Zentrale.. Was mich nur stört ist es,dass so ein Bau über den Winter geht.. 8 Monate ?? Klar weil wegen Schnee,Eis und Permafrostboden 3 Monate nicht gebuddelt werden kann..sowas hätte man eher anfangen oder auf nächstes Frühjahr verschieben können..

Jetzt zu Sonneborn.. (nein es besteht immer noch keine Verbindung meinerseits zum Kreisverkehr) In Lüdenscheid gibts 2 und in Iserlohn einen.. die sind ja alle nicht so weit weg von Hagen..Mal ernsthaft.. auch wenn es ne Planung von vor 40 Jahren für Haßley gibt.. : Was soll son fetter Klotz da? Die 15-20 Kilometer kann man auch fahren oder nicht ? Wie in einem Text schon erwähnt.. wer kauft sich dauernd neue Möbel..?

@ 6

da gehts um Sonneborn.. Aber ich kann mir gut vorstellen,dass Sie, sollten Sie in ähnliche Situation kommen.. auch gegen Dinge sein,die ihnen missfallen.., bzw die man Ihnen vor die Nase pflastert.. da tut sich keiner was.. Von weiter weg lässt sich das immer gut sagen..

18.10.2011
15:13
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von Herby52 | #6

#BreckerfelderOutbackbewohner
Warum soll sich die Stadt für die Bürgerinitiative, die ja gegen jede Bebauung ist, interessieren?

18.10.2011
14:17
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von hagfri | #5

#4 von BreckerfelderOutbackbewohner...was hat eine Zufahrt zu einem Baugebiet mit dem der dort baut zutun? Ob Sonneborn kommt oder nicht, die Zufahrt wird kommen. Über 40 Jahre, seit Planung/Bau A45 besteht die schon für das Gelände. Lange bevor die Haßleyer Neubürger dort hingezogen sind. Raiffeisenstr, rechts. Deshalb stehen die Häuser schon seit 37 Jahren zusätzlich 50m zurück. Ganz nebenbei, wenn die Mark E oder welche Namen auch verwandt werden dort baut, kann man anderen das nicht verwehren.

18.10.2011
10:56
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von BreckerfelderOutbackbewohner | #4

Ignoranz ist weitverbreitet.. gibt genug Autofahrer,die meinen Die Sperrung gilt nicht für mich,ich fahre da sonst auch immer her.. Ich fahre jetzt 5 Minuten eher los..da bin ich auch pünklich auf der Arbeit..passt schon.. ok.. solange nicht mal wieder die A45 gesperrt ist und sich 10000 LKW und PKW zur selben Zeit durchs Volmetal drücken und alle durch die Stadt wollen.. -.-

Sonneborn wird doch gebaut ??? Anscheinend hat sich ja die Stadt um die Begehren der Bürgerinitiative nen Dreck gekümmert.. Auch typisch.. Was soll da son hässlicher Klotz stehen obwohl es im Umkreis genug Möbelläden gibt ?? Als ob sich alle jedes Jahr neue Möbel in die Bude stellen.. Aber die Gewinnspanne bei Möbeln ist ja gewaltig.. billig eingekauft, 300 % draufgeschlagen..und werben dann mit Preisnachlässen von 70%.. Scheint sich ja zu lohnen und der dumme Bürger lässt sich verarschen..

18.10.2011
10:53
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von Roadrunner99 | #3

Heute morgen standen die ersten ignoranten schon vor dem P&R Parkplatz und wunderten sich, dass dieser gesperrt ist. Aber wer lesen kann, der ist auch als Autofahrer klar im Vorteil.

18.10.2011
08:14
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von Just_Say_it | #2

Pricklend, wenn Autofahrer an Ignoritis leiden und falschrum durch die Einbahnstraße fahren und dann auch noch bei Ampelschaltung für den bergauf fließenden Verkehr bergab abbiegen und sich wundern, den kompletten Weg wieder rückwärts fahren zu dürfen.

18.10.2011
08:12
Haßley: Autofahrer kreisen um die Kreisel-Baustelle
von hagfri | #1

Das der Kreisel gebaut werden muss, sollte klar sein. Die Baustellungenlösungen sind nur aus Sicht einer kostengünstigen Variante so gewählt. Umleitung Volmehangstieg. Und wie weiter? Finanzamt, LKW Sperrung. Alles den Remberg hoch? Mal Abgase messen. Dann muss der auch geperrt werden.
Das DICKE Ende kommt aber noch auf alle die über die Haßleyerstr. fahren zu. Es wird Gewissenhaft verschwiegen, das an der Einfahrt Haßley auch noch ein Kreisel gebaut wird. Für die Erschliessung des anderen Teils der Insel.
Aber erst wenn der erste fertig ist. Nicht 8 Monate, sondern 14 Monate Sperrung. Warum nicht zeitgleich bei der jetzigen Sperrung bauen? Den Bürger noch mehr Fahr-Kosten und Zeit aufbürden hat wohl System..

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