Hagens Parkleitsystem soll modernisiert werden

Die neue LED-Anzeige ist wesentlich besser zu erkennen. Am Standort Springe hat man bei der Gelegenheit auch gleich noch die neue Rathaus-Galerie eingeführt.
Die neue LED-Anzeige ist wesentlich besser zu erkennen. Am Standort Springe hat man bei der Gelegenheit auch gleich noch die neue Rathaus-Galerie eingeführt.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Das Hagener Parkleitsystem wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Die Anzeigentafeln sollen nun nach und nach mit LED-Technik modernisiert werden.

Hagen.. Das Hagener Parkleitsystem wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Im Laufe der Zeit hat man die damals hochmoderne Technik immer wieder erweitert und instand gesetzt, doch inzwischen ist die Grenze des Möglichen erreicht. Es gibt immer mehr Störungen und Ausfälle, Ersatzteile sind kaum noch zu bekommen: Die Umstellung des Hagener Parkleitsystems auf eine modernere Technik steht an – allein schon, weil das der Stadt jede Menge Strom und Wartungskosten spart.

Dynamische Schilder fallen oft aus

Markus Falkenroth, Leiter der Fachgruppe Verkehrstechnik beim Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH), der für das Parkleitsystem zuständig ist: „Die alten Schilder laufen mit der elektromechanischen ,Flip-Dot’-Anzeigetechnik, bei der kleine, runde Kläppchen magnetisch auf Schwarz oder Gelb gedreht werden und so die jeweiligen Zahlen darstellen. Diese so genannten dynamischen Schilder, von denen es rund um die Innenstadt 145 Stück gibt, fallen immer häufiger aus. Mal nur einzelne Anzeigeplättchen, mal sind die Leuchtstoffröhren kaputt, mit denen das Schild abends beleuchtet wird, und manchmal ist gleich die komplette Schildersteuerung defekt.“

Im Frühjahr testete daher der WBH gemeinsam mit dem Hersteller Siemens dessen neueste Anzeigetechnik auf LED-Basis, die bislang lediglich in Erfurt eingesetzt wurde. Beim Probelauf an der Schwenke wurde sie für Hagener Verhältnisse angepasst. Und als während der Sommerferien an der Springe die Anzeigetafeln ausfielen, auf denen die Autofahrer sehen können, wie viele freie Plätze es wo noch gibt, stellte die Stadt dort gleich auf die neue LED-Technik um.

Weniger Wartungsaufwand

Falkenroth: „Die neuen Anzeigetafeln sind einfach weniger störanfällig und sehen viel besser aus. Die Zahlen sind wesentlich besser zu erkennen, und anstelle der bislang 145 Leuchtstoffröhren mit je 58 Watt, die jährlich ausgetauscht werden mussten, sorgen jetzt LEDs für wesentlich geringere Stromkosten und weniger Wartungsaufwand. Bei solch einer Neuentwicklung kann man freilich davon ausgehen, dass zunächst noch einige ,Kinderkrankheiten’ auftreten werden. Doch wenn dann alles rund läuft, werden wir nach und nach an sämtlichen Standorten die defekten Schilder gegen die neue Technik austauschen, immer so, wie es gerade anfällt. Natürlich wäre es schön, jetzt alles auf einmal auszutauschen. Aber das ist finanziell leider nicht drin.“