Hagens CDU will neue Partnerstadt in der Türkei

Vor dem Hagener Rathaus zeigt eine Bodenplatte die Hagener  Partnerstädte. Kommt bald eine türkische hinzu?
Vor dem Hagener Rathaus zeigt eine Bodenplatte die Hagener Partnerstädte. Kommt bald eine türkische hinzu?
Foto: WP Michael Kleinrensing
Was wir bereits wissen
Hagen soll nach dem Willen der CDU eine neue Partnerstadt bekommen. Man wolle gerne eine Partnerschaft mit einer türkischen Stadt eingehen.

Hagen.. Hagen soll nach dem Willen der CDU eine neue Partnerstadt bekommen. Man wolle gerne eine Partnerschaft mit einer türkischen Stadt eingehen, erklären die Christdemokraten nach ihrer jüngsten Kreisvorstandssitzung. Angepeilt sei ein Bezirk der Metropole Istanbul. Bei der CDU wird sich Kreisvorstandsmitglied Ali Bülbül, der selbst türkische Wurzeln hat, um die Sache kümmern – in enger Zusammenarbeit mit dem Städtepartnerschaftsverein, unter dessen Dach die sechs bereits existierenden Partnerschaften gebündelt werden. Zudem hat die CDU einen Arbeitskreis gegründet. „In ihm werden zunächst türkische Gemeinden und Kulturvereine vertreten sein“, so Bülbül. So wolle man die bisherigen privaten Initiativen türkischstämmiger Bürger für eine Partnerschaft bündeln. „Mir haben Leute gesagt, dass sie sich schon seit 1995 bemühen.“ Bislang seien ihre Aktivitäten in Hagen aber nicht auf fruchtbaren Boden gefallen, das wolle die CDU nun ändern.

Es besteht keine Eile

Dass der städtische Etat für Städtepartnerschaften schon jetzt sehr klein ist, ist kein Ausschlusskriterium für das Ansinnen der Christdemokraten, so die Einschätzung des CDU-Kreisvorsitzenden Christoph Purps: „Deshalb wollen wir unseren Vorstoß ja eng mit dem Partnerschaftsverein abstimmen. Es gibt nur ein bestimmtes Budget für die Städtepartnerschaften. Wir müssen jetzt Wege finden, wie wir eine solche Partnerschaft auf die Beine bringen können.“ Es bestehe auch keine Eile: „Wir sprechen nicht von den nächsten beiden Jahren.“

Bürgermeister Hans-Dieter Fischer hat das Thema bereits vor einigen Wochen in den Vorstand des Partnerschaftsvereins eingebracht („Nicht als CDU-Politiker, sondern als Vorsitzender des Vereins“). Dort sei das Ganze zustimmend zur Kenntnis genommen worden.