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Hagener Theaterkasse bleibt montags geschlossen

16.10.2012 | 18:41 Uhr
Hagener Theaterkasse bleibt montags geschlossen
Die Theaterkasse am Hagener Theater hat aufgrund von Personalmangel derzeit kürzere Öffnungszeiten.Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Eine von ursprünglich vier Vollzeitstellen an der Kasse des Theaters ist momentan unbesetzt. Kein potenzieller Bewerber interessiert sich für die Stelle, die verwaltungsintern besetzt werden muss.

Die Lage ist verzwickt. Seit dreieinhalb Wochen bleibt die ­Theaterkasse montags geschlossen. Personalmangel . . . Statt vier Mitarbeitern sind momentan nur drei im Einsatz. Und trotz der „Montags zu“-Entscheidung häufen sich die Überstunden des Trios. Doch an eine Wiederbesetzung ist – zumindest vorerst – wohl nicht zu denken. Niemand interessiert sich für die Stelle, die verwaltungsintern besetzt werden muss.

Auf interne Stellenausschreibung kein einziger Bewerber

Zum Hintergrund: Seit Sommer ist eine der vier Vollzeitstellen nicht besetzt. „Es gab zwei interne Ausschreibungen – im August und September – doch keinen einzigen Bewerber“, erklärt Stadtsprecher ­Thomas Bleicher. Eine externe Besetzung ist aus Haushaltskonsolidierungsgründen nicht möglich. 2600 Mitarbeiter sind bei der Stadt Hagen beschäftigt, „allerdings“, unterstreicht Bleicher, „kommen nur etwa 350 Bewerber aus dem mittleren, nicht technischen Verwaltungsdienst für eine Bewerbung um die Stelle an der Kasse in Frage“.

Der Fachbereich Personal und Organisation führe derzeit Gespräche mit potenziellen Kandidaten – mit dem Ziel einer Umplatzierung. „Wir ­hoffen natürlich auf eine schnellstmögliche Nachbesetzung“, so Bleicher, fügt allerdings hinzu: „Im Vergleich zu anderen Städten steht das Hagener Theater in puncto Öffnungszeiten allerdings gut da.“ Konkret: Im Normalfall hat die Hagener Theater­kasse 47 Stunden pro Woche (von montags bis samstags) geöffnet, die Vergleichsstädte Bochum hingegen nur 39, Dortmund 35 und Bielefeld 31 Stunden. Außerdem bleiben die Dortmunder und die Bielefelder Theaterkassen montags regulär geschlossen. „Und nur die Kasse des Hagener Hauses hat überhaupt bis 19 Uhr geöffnet“, so der Stadtsprecher relativierend.

Direkter Kontakt zum Theaterbesucher wichtig

Das Theater bedauert die Verknappung der Öffnungszeiten. „Aus Sicht der Marketingabteilung ist es eine der dringlichsten Aufgaben, direkten Kontakt zum Kunden, also zum Theaterbesucher, zu halten“, erläutert Marketingreferent Manuel Schneider. „Die Theaterkasse ist eine immens wichtige Anlaufstelle.“

Stadttheater Hagen
Kultureller Anziehungspunkt Theater Hagen

1901 riefen der Hagener Theaterverein und die Hagener Konzertgesellschaft eine Initiative ins Leben, aus der acht Jahre später das Theater Hagen entstand. Das Theater, mit dem Schwerpunkt Musiktheater, zählt jährlich rund 160.000 Besucher und ist über die Grenzen der Stadt Hagen bekannt. Hier finden...

Im September und den ersten Oktoberwochen habe er drei Stunden pro Woche im Kassenbereich ausgeholfen, „quasi als Notstopfen“, so Schneider. Eine Einschränkung der Kassenöffnungszeiten schade dem wichtigsten Verkaufspunkt ohne Frage. „Außerdem werden hier ja nicht nur Theaterkarten verkauft, sondern die Kunden werden auch über Aufführungen, Plätze, Zeiten und Preise informiert und beraten“, so der Marketingreferent. Ferner kümmern sich die Kassenmitarbeiter um die Abonnementverwaltung, Ablage sowie das Drucken und Versenden der Abo-Ausweise.

Theaterkarten auch in Bürgerämtern und online erhältlich

Seit dem 24. September hat die Kasse des Stadttheaters dienstags bis freitags von 10 bis 19 Uhr geöffnet, samstags von 10 bis 15 Uhr. „Außerdem öffnen die Mitarbeiter jeweils eine Stunde vor dem Beginn einer Vorstellung die Kasse“, so Manuel Schneider. Nicht nur abends, auch vormittags vor Schulvorstellungen im „Jungen Theater Lutz“ oder vor Sondervorstellungen auf der Probebühne Opus sind die Angestellten im Vorfeld anwesend.

Stadtsprecher Thomas Bleicher weist darauf hin, dass nicht ausschließlich an der Theaterkasse Karten verkauft werden, sondern auch in Bürgerämtern, der Hagen-Info (gegenüber des Sparkassen-Karrees) sowie im Internet unter www.theater-hagen.de.

Yvonne Hinz


Kommentare
26.10.2012
15:09
Hagener Theaterkasse bleibt montags geschlossen
von hagenermeinung | #5

Das ist das grosse Übel in der Hagener Verwaltung.
Es wird "intern ausgeschrieben". Warum wird nicht einfach bestimmt !
Das ist in Hagen jedoch undenkbar.
Man kann drüber streiten, in welchem Umfang die Kasse eines Theaters besetzt sein muss, welches nach eigenen Angabe 80% der Karten über Abo´s ausgibt.
Wenn es eine effektive Verwaltung geben soll, muss man die vorhandenen Kräfte dort und zu der Zeit einsetzten wo sie benötigt werden. Wenn Sie die Kreutzworträtsellöser nur fragen, wird es nicht klappen. Hier muss Bestimmt werden.

17.10.2012
18:25
Hagener Theaterkasse bleibt montags geschlossen
von altesholz | #4

wäre das nicht ein guter job für die große blonde aus dem kulturellen dezernat? die anforderungen müssten doch passen.

17.10.2012
07:42
Theaterkasse bleibt montags geschlossen
von scouti | #3

Dumm das die Stadt Hagen wegen dem HSK * nicht extern besetzen darf. Unmotivierte Mitarbeiter auf eine solche Stelle - dazu noch mit Außenwirkung - umzusetzen ist aber noch unproduktiver und schadet auch dem Ansehen.

* Haushaltssicherungskonzept

17.10.2012
00:04
Theaterkasse bleibt montags geschlossen
von Heinz-Friedhelm | #2

"Statt vier Mitarbeitern sind momentan nur drei im Einsatz. (...) Zum Hintergrund: Seit Sommer ist eine der vier Vollzeitstellen nicht besetzt."

Frau Hinz wiederholt sich gern. Zum Hintergrund: Frau Hinz steht auf Wiederholungen.

16.10.2012
22:06
Mangel besteht nicht an Verkaufsstellen für Theaterkarten
von degree37celsius | #1

Warum bloß will denn niemand von Jenen, die tapfer Kaffeekannen über die Rathausflure schleppen an einen Arbeitsplatz wechseln, bei dem dräut, gar permanent mit der Existenz von Bürgern belästigt zu werden?

Statt über die Kürzung der Öffnungszeiten der Theaterkasse zu lamentieren, sollte die Verwaltung mal besser öffentlich benennen, wie viele der weiteren Kartenverkaufsstellen denn überhaupt wirtschaftlich sind?

Außerdem:
Hagen-Info und Theaterkartenverkauf - da war doch mal was. Bezahlte Karten sollen agenturseitig angeblich eigenmächtig storniert worden sein und der Verkaufserlös unterschlagen. Das endete dann aber vor Gericht mit der für Juristen bestimmt faszinierenden Verwaltungsstellungnahme: "Wir erheben die Vorwürfe gegen die betreffende (Ex-)Mitarbeiterin nicht länger, aber wir ziehen sie auch nicht zurück." Das war es dann etwa? Aufklärung sieht anders aus! Und wo wäre eine investigative Lokalpresse, welche derlei Unabgegoltenes weiter auf dem Schirm hat?

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