Hochzeitsvorbereitung
Hagener Tanzschule lehnt lesbisches Paar ab
06.05.2010 | 10:46 Uhr 2010-05-06T10:46:00+0200
Hagen. Es sollte eine schöne Vorbereitung auf eine Hochzeit werden, es endete mit einem Eklat: Eine Tanzschule in Hagen lehnte ein Pärchen für einen Tanzkurs ab. Der Grund: Es waren zwei Damen, die gemeinsam Walzer lernen wollten.
„Wo gibt es das heute noch, das gleichgeschlechtliche Paare von einem Tanzkurs ausgeschlossen werden?”, regt sich Jasmine Krzykalla 14 Tage nach dem Vorfall noch auf. Dabei ist die Hagenerin, die im Juli ihren Freund Marcel heiraten wird, gar nicht persönlich betroffen.
Wollen sich die fehlenden Herren auch anmelden?
Gemeinsam mit einem befreundeten Paar hatten sich die beiden per Internet zu einem Tanzkurs in der Schule von Wolfgang Stein angemeldet. „Wir wollten alle vier für die Hochzeit einige Tanzschritte lernen. Es sollten fröhliche Abende werden”, so Jasmine Krzykalla. Als aber einige Tage vor dem Kursbeginn die Rückfrage vom TanzCentrum Stein kam, ob sich nicht auch noch die offensichtlich fehlenden Herren anmelden wollten, war für das angehende Brautpaar und ihr gleichgeschlechtliches Freundespaar Schluss mit lustig.
„Als Herr Stein erfuhr, dass unsere Freundinnen zusammen den Tanzkurs bestreiten wollen, lehnte er ab. Das ist doch Diskriminierung”, so ihre Meinung. Für die Betroffenen selbst war die Art und Weise der Ablehnung nicht die feine Art. „Man hätte das auch diplomatischer machen können. Herr Stein hat uns aber mehr oder weniger deutlich gemacht, dass er zwei miteinander tanzende Frauen seinem Publikum in seiner Tanzstunde nicht zumuten könne.”
Westerwelle tanzt auch nicht mit seinem Freund
„Ja, wir sind im Streit auseinander gegangen. Ich bin hier in meinem Foyer heftig beschimpft worden”, erinnert sich Wolfgang Stein an die persönliche Begegnung vor zwei Wochen. Eine Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paaren weist er aber heftig zurück. „Wissen Sie, ich bin da in einer Zwickmühle und mit der Sache noch nicht fertig. Ich frage mich dabei selbst, ob meine sicherlich als konservativ zu bezeichnende Haltung noch zeitgemäß ist. Das wird auch bei uns im Verband diskutiert und einige Schulen bieten ja auch ganz offensiv Kurse für Schwule oder Lesben an. Wenn ich aber ein Frauenpaar in einem regulären Kurs akzeptiere, dann müsste ich auch ein Herrenpaar annehmen. Aber haben Sie schon einmal gesehen, dass Herr Westerwelle mit seinem Freund auf dem Bundespresseball tanzt?”
Wolfgang Stein selbst würde nach eigenem Bekunden toleranter handeln, wenn er nicht darum fürchten müsste, dass seine restliche Kundschaft einen gewissen Anstoß an Damen oder Herren nimmt, die sich Arm in Arm im Kreise drehen. „Auf jedem Fest sieht man Frauen oder auch Männer gemeinsam tanzen. Das ist auch gar kein Problem. Wir bieten ja auch Singlekurse an. Auch kein Problem. Vielleicht muss ich mich auch demnächst eines Besseren belehren lassen, aber ich habe hier eben einen Betrieb zu führen.”
Extrakurs für Männerpaare
Das muss sein Kollege Andre Christ auch. Ihm sind Damenpaare allerdings willkommen: „Wir haben gerade ein Pärchen bei uns im Kurs.” Bei den Herren macht aber auch Christ Einschränkungen: „Sollte sich das häufen, dann würde ich einen Extrakurs anbieten.”
Wie man sich auf dem Hochzeitsparkett richtig bewegt, das lernen Jasmine Krzykalla und Marcel Schulz gemeinsam mit dem befreundeten Damenpaar derweil in der Tanzschule Siebenhüner. Auch dort ist das gleichgeschlechtliche Paar unter tanzenden Männern und Frauen offensichtlich kein Problem.
09:39
Vielleicht hat Herr Stein weniger Probleme mit einem transsexuellen Paar ... aber ob sich eine der Damen für einen Tanzkurs umstylen will ?
Nein im Ernst; Herr Stein war früher Tanzlehrer bei Siebenhüner und hat dort meines Wissens auch seine Ausbildung absolviert. Es scheint so als hat er dort nicht alles gelernt, was im respektvollen Umgang miteinander wichtig ist. Eine Tanzschule unterrichtet doch Umgangsformen und das was er gemacht hat ist in diesem Sinne alles andere als zeitgemäß.
18:20
Klar jeder kann sich seine Kunden selber aussuchen. Er aber u.U. damit rechnen, dass über seine Entscheidungen diskutiert wird.
Erstaunlich ist nur, wie intollerant hier einige sind.
Dabei werden die meisten der Herren, sich gerne einschlägige Filme ansehen, da stört es dann bestimmt nicht.
18:16
Liebe Redaktion,
es ist schade, dass wir keine freie Meinungsäußerung mehr haben. Ich habe weder ehrverletzende, noch diskriminierende Formulierungen gebraucht und trotzdem war mein Artikel nullkommanix gelöscht. Das ist einfach nur armselig und hat nichts mehr mit Demokratie und freier Meinungsäußerung zu tun. Durch die Zensur dieses Portals ist es inhaltlich völlig wertlos und somit tot. Natürlich müssen Artikel, die beleidigenden Inhalt oder dergleichen gelöscht werden, aber das war mein Artikel ja nicht. Es ist also nicht gewünscht, sich mit gesellschaftlichen Inhalten kritisch auseinander zu setzen. Nein, immer nur schön ja ja sagen. Zu allem und jedem. Nur leider hat das nichts mit Demokratie zu tun. Und ich dachte wir leben in einem demokratischen Staat?! Ich fühle mich wie in China. Da wird die Meinung des gemeinen Volkes einfach glatt gebügelt!!
09:47
Die schlechte Presse wird seinen Laden mehr schädigen, als es ein paar homo-päärchen jemals tun könnten...
19:51
wir halten zu dir alles richtig gemacht deine schüler
13:49
So ist das im Leben, da geht es oft diskriminierend und nicht gerecht zu. Ich bin Hundebesitzer und muß mich immer beschimpfen lassen, weil eben nur mein Hund alles zu scheisst (entschuldigung für diese Ausdrucksweise). Es gibt immer Leute, denen nicht gefällt wie andere leben und handeln. Die ganz heftigen, glauben ernsthaft, bestimmen zu dürfen, was richtig und was falsch ist.
Wem nicht gefällt, was ich tu, dem dränge ich mich auch nicht auf. Wenn man zu den Gruppen gehört, die häufig angefeindet werden, z. B. Hundebesitzer, Eltern, Ausländer, Homosexuelle, Autofahrer, Fußgänger, Fahrradfahrer, Kpoftuchträger, Dicke, Dünne, Große, Kleine ..... usw.(also irgendwie jeder), dann muß man sich damit abfinden, d. man aneckt. Jeder, absolut jeder, gehört mit Sicherheit in eine Gruppe, die von einer anderen Gruppe diskriminiert wird. Das ist einfach so! Es wird immer jemanden geben, den meine Vorlieben, mein Verhalten oder meine Lebenseinstellung befremdet. Ist dieser jemand dann auch noch dumm wie ein Brot (habe soeben Brot diskriminiert), dann läuft es auf dumme Sprüche und Ablehnung hinaus. Dann kann ich aber auch auf diesen JEMAND verzichten. Ich befasse mich deshalb so oft es eben geht mit Menschen, die mich nicht ablehnen. Das macht Anfeindungen und Ablehnung nicht richtiger aber erträglich.
12:07
@ stromer 1953 jetzt weiss ich auch,warum ich öfter Kopfschmerzen habe :Mein Heiligenschein drückt !!
11:41
Ich könnte mich über die Heten-Proleten echt schlapp lachen. Bei Lesben fangen sie gleich zu sabbern an, aber bei Schwulen haben sie Angst um ihren A*sch. Dabei brauchen sie doch keine Angst zu haben, schliesslich sollen Schwule ja Geschmack haben ;-)
Natürlich sind mit Heten-Proleten die Hetero-Männer gemeint. Scheint so, als ob sie ein problem mit ihrer eigenen Männlichkeit und damit auch dem eigenen Selbstbewusstsein haben. Psychisch gefestigte Männer gehen ganz entspannt mit der sexuellen Orientierung von anderen um.
21:29
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20:51
@ S. Sauer.
Sie sollten dringend die genaue Bedeutung des Wortes Diskriminierung nachschlagen, bevor Sie den Begriff so offensichtlich falsch benutzten. Einigen anderen hier rate ich das auch.
Als Einstieg geeignet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskriminierung