Das aktuelle Wetter Hagen 14°C
Gericht

Hagener muss für Polizeieinsatz nicht bezahlen

16.03.2010 | 18:00 Uhr

Hagen. Der Anruf klang dramatisch: Ihr Freund, so schilderte eine junge Frau aus Breckerfeld, sei überfallen worden — das habe er ihr per SMS mitgeteilt.

Die Polizei rückte in die Friedensstraße aus — und fand den angeblich überfallenen jungen Mann wohlbehalten in seiner Wohnung vor. Weil er nur nach einer Ausrede gesucht habe, nicht mit seiner Freundin zu sprechen, habe er eine Straftat vorgetäuscht. Dafür sollte er die Einsatzkosten von 158 Euro bezahlen. Gestern aber stellte das Arnsberger Verwaltungsgericht klar: Der junge Mann habe nicht vorsätzlich die Polizei auf den Plan gerufen — und deshalb könne er auch nicht für die Kosten her- angezogen werden.

Regierungsoberinspektorin Annette Brenscheidt, die das Polizeipräsidium Hagen vor Gericht vertrat, berichtete dass pro Jahr etwa zehn Fälle geprüft würden, in denen Gebührenbescheide versandt werden könnten. Fünfmal habe man die Kosten des Einsatzes zurückgefordert. So u.a. bei einem Mann, der per SMS seinen Selbstmord angekündigt habe. Sehr aufwändig sei auch der Einsatz gewesen, nachdem in einem Chatroom ein Mord angekündigt wurde. Die Polizei konnte den Schreiber ausfindig machen, der im Internet haarsträubend gelogen hatte. Er bezahlte die Rechnung anstandslos.

Heinz Krischer

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/2750340/create

Aktuelle Fotos und Videos
Von Bentley bis Porsche
Bildgalerie
Oldtimerfahrt
Eintracht schlägt Sölfingen
Bildgalerie
Handball
Feuerwehr-Übung in Hagen
Bildgalerie
Jugendfeuerwehr
Dachstuhlbrand in Hagen
Bildgalerie
Feuer
Aus dem Ressort
Kreisel in Haßley eröffnet
Verkehr
Der fünfarmige Kreisel auf Haßley nahe an Autobahn-Anschlussstelle Hagen-Süd wurde nach achtmonatiger Bauzeit für den Verkehr freigegeben
Gaunerei bei der Hagen-Info
Gericht
Eine Mitarbeiterin der Hagen-Info soll in die Kasse der städtischen Tochter gegriffen haben. Vor dem Arbeitsgericht kämpft sie gegen ihre Entlassung.