Hagener Metalband Stillbirth ist dann mal weg

Hagen..  Ihre Musik ist nicht für jeden Geschmack. Lautstark, teils brutal. Aber auch schnelle Rap-Einlagen, kombiniert mit langsamen „groovigen“ Tönen, gehören zum Sortiment der Hagener Metalband „Stillbirth“, die in ihren Songs einen Mix aus Brutal Death Metal, Grindcore und Hardcore verkörpert. Musik von bösen Jungs? Mitnichten!

Freundlich und zuvorkommend plaudert Band-Mitglied und Gitarrist Philipp Schubert aus dem Nähkästchen. Heute ist ihr großer Tag. Die fünf Jungs um den Hagener Sänger und Band-Gründer Lukas Swiacz­ny fliegen in die USA. Um auf Festivals und Konzerten zu spielen. Zu ihrer Band gehören noch Dominik König am Bass, Gitarrist Jan Wiedemann und Schlagzeuger Manuel Winkler. Rund zweieinhalb Wochen, bis zum 29. Juni, reisen die Freunde durch die USA, um ihr viertes Album, das den Namen „Global Error“ trägt, zu promoten. An dem Titel lässt sich erahnen, wovon ihre Songs handeln. „Wir befassen uns viel mit gesellschaftskritischen Themen, wie zum Beispiel mit der großen Macht von Unternehmen, die ihre Mitarbeiter unterdrücken“, erklärt Schubert.

Samstag wartet Las Vegas Death Fest

Um halb zehn Uhr geht ihr Flieger aus Düsseldorf. Über Atlanta nach Las Vegas, Amerikas Casino-Spielplatz. Am Samstag wartet ihr erster, großer Auftritt: Beim Las Vergas Death Fest. „Dort treten rund 35 Bands auf“, freut sich Philipp Schubert auf das große Festival. Sonntag früh geht es sofort weiter ins über 400 Kilometer entfernte Los Angelos.

Alleine müssen die Fünf die Strecke allerdings nicht zurücklegen, sie werden auf ihrer USA-Tour von der befreundeten Band „Placenta Powerfirst“ aus Hamm begleitet. In der sind Lukas Swiaczny und Philipp Schubert übrigens auch vertreten, als Gitarristen. Daher auch die Verbindung. Das zweite große Festival auf ihrer Promotion-Reise ist das Gutfest in Colorado Springs. „Wir freuen uns schon sehr darauf, neue Fans zu gewinnen und alte Bekannte wieder zu treffen.“

Der Zeitplan ist eng getaktet, jeden Abend treten die Reisenden auf kleinen oder großen Bühnen auf. Insgesamt müssen sie mit ihren gemieteten Autos rund 8000 Kilometer zurücklegen. Geschlafen wird, wenn überhaupt, in Hotels oder bei anderen, heimischen Bands oder Festival-Besuchern. Kaum Zeit also, zu entspannen und ein bisschen das Land zu erkundschaften. Einen Wunsch wollen sich die Fünf allerdings doch erfüllen. „Wir wollen unbedingt den Magic Mountain Freizeitpark in der Nähe von Los Angelos besuchen“, sagt Schubert, „da soll es die krassesten Achterbahnen geben.“ Ohne Action geht es für die Hagener Band eben nicht.