Hagener hat 150 Spinnen als Hausgenossen
26.08.2010 | 12:51 Uhr 2010-08-26T12:51:00+0200
Hagen.Patrick Weibezahl hat ein ungewöhnliches Hobby: Er züchtet exotische Spinnen in seiner Wohnung. Schon im Kindergarten fand der Hagener die achtbeinigen Wesen faszinierend. Aktuell lebet der Hagener mit 150 Tieren auf 70 Quadratmetern.
Der Geruch einer Maus liegt in der Luft. Majestätisch aufgerichtet tritt die achtbeinige „Theraphosia Blondi“ aus ihrer Höhle, ertastet ihr Opfer und schlägt mit ihren etwa eineinhalb Zentimeter langen Fangzähnen erbarmungslos zu. Einziges Glück für die Maus: Sie war bereits tot.
Exotische Spinnen sind ein Hobby des Hageners Patrick Weibezahl, der auf 70 Quadratmetern mit rund 150 Spinnen lebt.
„Die Theraphosia Blondi kann eine Länge von 12 Zentimetern erreichen, wobei ihr Durchmesser von einem bis zum anderen Bein rund 28 Zentimeter betragen kann“, weiß der erfahrene Spinnenzüchter, der bereits mit 15 Jahren seine erste Vogelspinne beherbergte.
Schon im Kindergarten von Spinnen begeistert
Seine Begeisterung für diese achtbeinigen Tiere reifte schon im Kindergarten. „Ich habe damals schon Spinnen gefangen. Meine Erzieherinnen waren davon nicht sonderlich begeistert“, schmunzelt der 28-Jährige, der vor einigen Jahren noch drei Schlangen (Boa Constrictor Constrictor) gehalten hat.
Gebissen worden ist er von seinen „Lieblingen“ noch nie. Die Gefahr, die von ihnen ausgeht, unterschätzt der gelernte Tischler jedoch nie. „Die Spinnen in meiner Wohnung sind für einen gesunden Menschen nicht giftig. Einen Biss sollte man trotzdem vermeiden, da es zu Blutvergiftungen oder Schockzuständen kommen kann“, erklärt er und betont, dass die Haltung dieser Exoten nicht nur artgerecht erfolgen, sondern auch ausschließlich von Fachleuten praktiziert werden sollte.
Die jüngsten Vorfälle in Haspe (Vogelspinne fiel aus dem Fenster) und Mülheim (Monokelkobra entwischt) schockieren den Spinnenfreund. „Es gibt Menschen, die diese Tiere halten, ohne zu wissen, wie sie damit umzugehen haben. Das ist grob fahrlässig“, so die Meinung des Experten.
Freundin musste Angst vor Spinnen überwinden
Seine Freundin Nele Vieler musste sich an sein ungewöhnliche Hobby erst gewöhnen. „Ich habe früher selber Angst vor Spinnen gehabt. Dann hat er mir eine Vogelspinne auf die Hand gesetzt“, lacht die Lehramtsstudentin, die die Spinnen inzwischen sogar füttert. Auf dem Speiseplan stehen Heimchen, Mäuse und Grashüpfer. Eben alles, was zur ausgewogenen Ernährung einer Spinne beiträgt.
„Ich züchte die Spinnen selbst und verkaufe sie. Ich besitze fünf paarungsreife, ausgewachsene Spinnen. Die restlichen 145 sind Spiderlinge, die sich in der Aufzucht befinden“, so Weibezahl, der betont, die Spinnen nicht anzukaufen, sondern seine eigene „Ur-Produktion“ anzubieten (www.wunschterra.de).
Die Haltung exotischer Tiere ist in Hagen keine Seltenheit und auch nicht weiter problematisch, solange man sich an bestimmte Auflagen hält. Doch was muss bei der Haltung solcher Exoten beachtet werden? Fast nichts!
In Hagen sind viele exotische Tiere gemeldet
Stadttierarzt Dr. Wolfram Bell betont in einem Gespräch mit unserer Zeitung, dass es in Nordrhein-Westfalen keine Gefahrtierverordnung gebe. „Die Haltung exotischer Tiere richtet sich nach Artenschutzrichtlinien. Eine Verordnung für hochgiftige Tiere gibt es jedoch nicht, weshalb sie auch legal zu erwerben sind und von jedem Bürger ohne Einschränkung gehalten werden können“, erklärt Bell, ergänzt jedoch, dass dies in jedem Bundesland verschieden sei.
Das „Washingtoner Artenschutzübereinkommen“ regelt die Einfuhr und Haltung bedrohter Tierarten. Tiere, deren Art nicht bedroht ist, die jedoch für den Menschen gefährlich oder gar tödlich sein können, unterliegen keinen Bestimmungen und können daher nach eigenem Ermessen als „Haustiere“ gehalten werden.
Wirklich unheimlich wird es jedoch erst, wenn man sich auf der Internetseite des Hagener Umweltamtes über die Anzahl offiziell angemeldeter Exoten informiert. Von der griechischen Landschildkröte bis hin zum Königspython findet sich auf Hagener Gebiet beinahe alles, was der normale Mensch nicht unbedingt in seiner Nachbarschaft wähnen möchte. Von 2006 bis 2009 waren es 241 exotische Tierarten, die offiziell gemeldet waren.
Bedenklich erscheint die Dunkelziffer jener exotischer und teils gefährlicher Tiere, die illegal ihr Dasein in Hagener Haushalten fristen.
13:43
#37
..... schreibt man Super Beitrag :) hahaha
13:00
Super Beitrag :) hahaha
Wenn man keine Argumente mehr hat ...
09:48
Warum soll ich jemanden duzen der mir schreibt. Ach du s****** ... Wie lächerlich !!!
Warum soll ich jemanden duzen, der nicht angemeldet ist und sich ihr wisst bescheid nennt.
Wo ist mein Beitrag?
Warum werden doppelte Postings nicht gelöscht?
21:52
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21:37
1.Seit wann Dutzen wir uns ???
2. Auch wenn SIE es nicht wahr haben wollen... Spinnen sind genau so Haustiere wie Hunde oder Katzen, (die auch ursprünglich nicht aus Deutschland kommen) !!!
Und wenn man Pech hat und von einer Katze gebissen wird kann es genauso zu einer Blutvergiftung o.ä. kommen!
Am besten zieht man in eine große Blase wo keine Spinne kommen kann die einen erschrecken könnte :)
Oder in ein anderes Land in dem es genau so wenig Verständnislose Leute gibt wie in Deutschland! (und am besten keine Spinnen )
21:34
1.Seit wann Dutzen wir uns ???
2. Auch wenn SIE es nicht wahr haben wollen... Spinnen sind genau so Haustiere wie Hunde oder Katzen, (die auch ursprünglich nicht aus Deutschland kommen) !!!
Und wenn man Pech hat und von einer Katze gebissen wird kann es genauso zu einer Blutvergiftung o.ä. kommen!
Am besten zieht man in eine große Blase wo keine Spinne kommen kann die einen erschrecken könnte :)
Oder in ein anderes Land in dem es genau so wenig Verständnislose Leute gibt wie in Deutschland! (und am besten keine Spinnen )
21:30
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
21:20
#30
Was hast Du an hier angesiedelte nicht verstanden?
21:11
Und wie lange gibt es schon Spinne , mmh... schwere Frage :)
Oh Mann !!!
21:09
#27, 28
Nix kapiert, es geht nicht um seit Jahrtausenden hier angesiedelte Hunde und Katzen, sondern um exotische, potentiell sehr gefährliche Spinnen.