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Hagener Chor reist musikalisch durch die Welt der Lieder und Träume

12.11.2012 | 10:00 Uhr
Hagener Chor reist musikalisch durch die Welt der Lieder und Träume
Beim Herbstkonzert des MGV „Heiderose“ war die Hagener Stadthalle ausverkauft.Foto: Michael Kleinrensing

Hagen.   Schon Wochen vor dem Herbstkonzert des MGV „Heiderose“ Boelerheide 1896 war die Stadthalle ausverkauft. „Wenn einer eine Reise tut“: Am Samstagabend reiste der Chor mit seinem Publikum in die Welt der Lieder, zuerst kreuz und quer durch Europa.

Schon Wochen vor dem Herbstkonzert des MGV „Heiderose“ Boelerheide 1896 war die Stadthalle ausverkauft. „Wenn einer eine Reise tut“: Am Samstagabend reiste der Chor mit seinem Publikum in die Welt der Lieder, zuerst kreuz und quer durch Europa.

Herz und Schmerz werden in Irland („Molly Malone“, eine traurige Ballade) wie auf dem Balkan („Gürtel und Tüchlein“) besungen, in der Ukraine (mit der Troika in die große Stadt“, bei flottem Pferdegetrappel in der Klavierbegleitung) wie in Russland („Die Birke“ im Donkosakenstil). Der riesige Chor sang äußerst diszipliniert und legte sich mit viel Gefühl „in die Kurve“. Große Lautstärke blieb ästhetisch, auch im zartesten Piano war der Text verständlich. Das Klangvolumen der Stimmen war ausgewogen.

Der Tenor erreichte ohne Anstrengung Höhenlagen, kein Wunder bei der Unterstützung durch den hervorragenden Chor-Solisten Monkau. Chorleiter Stefan Lex feuerte seine Mannschaft mit sprechender Gestik an, machte als Moderator Oliver Welke und Co. Konkurrenz und tat sich als stimmgewaltiger Tenor mit der Ballade des „Postillon von Lonjumeau“ von A. Adam hervor.

Als Gast war Ursula Ruperti, Sopran, eingeladen. Sie sang mit wunderbar wandlungsfähigem Timbre das Vilja-Lied (Lehàr) und war ihrem Partner in dem Duett „Mein Liebeslied muss ein Walzer sein“ von R. Stolz mit strahlenden Tönen in schwindelnder Höhe ebenbürtig. Ein großer Operettenquerschnitt vereinte alle Mitwirkenden in einem flotten Potpourri.

Solistinnen vom Frauenchor Wetter als Überraschungsgäste

Im 2.Teil ging es auf die Reise in die Welt der Träume. Die versprochenen Überraschungsgäste waren drei junge Solistinnen aus dem Frauenchor Wetter, mit tiefen Ausschnitten und kurzen Röckchen eine Augenweide und, mit warmem, flexiblem Timbre und gefühlvollem Vibrato begabt, ein Ohrenschmaus. Sabine Hubert, Christina Maria Kaldich und Töchterchen Laura Lex traten einzeln und als Duett oder Trio auf und ernteten mit ihrem Song „America“ aus der „West Side Story“ (Bernstein), der sich in gut einstudiertes Kreischen auflöste, großes Gelächter.

Die Combo Sigrid Althoff mit Kontrabass, Gitarre, Schlagzeug und Violine mit der grandiosen ungarischen Geigerin Zsuzsa Debre unterstützte das Klavier bei der Begleitung. Die „Marathonspielerin“ Sigrid Althoff zauberte unermüdlich mit artistischer Fingerfertigkeit farbige Hintergrundmalerei auf dem Flügel, hämmerte fetzige Rhythmen, bremste bei Stimmungsveränderungen das Tempo oder beschleunigte es, perfekt in Übereinstimmung mit Chor und Solisten. Die Begeisterung des Publikums war groß, und sein Wunsch nach Zugaben wurde bereitwillig erfüllt bis zum „Danke schön und auf Wiedersehn“, worauf sich alle jetzt schon freuen.

Renate Schmoll



Kommentare
12.11.2012
13:04
Hagener Chor reist musikalisch durch die Welt der Lieder und Träume
von g.eckgold | #1

Das Konzert des M.G.V "Heiderose" war wie immer ausgezeichnet. Leider lese ich nirgends das unser Oberbürgermeister, Herr Dehm, bei seiner Begrüßung durch den Chorleiter Herr Lex, mit lautem Gemurmel und Buh-Rufen von den anderen Besuchern
bedacht wurde. Ich meine auch dies sollte man sagen. Aber vielleicht war er deshalb nicht wie üblich, auf der Bühne erschienen. g.eckgold

1 Antwort
Hagener Chor reist musikalisch durch die Welt der Lieder und Träume
von inga123 | #1-1

Nobert Eichel 1.Vorsitzender der Heiderose hat bei der Begrüßung den Oberbürgermeister.Herr Dehn Begrüßt.wo bei buh-Rufen von den Besucher laut wurden.im 2 Teil Chorleiter Stefan Lex in noch mal gedankt das er da war.in der WP.unter Guten Morgen geschrieben,das der Verwaltungschef zur Begrüßung Buh-Rufe aus den Saal anhören mußte

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