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Hagen zu arm für EU-Förderung

14.08.2008 | 21:45 Uhr
Hagen zu arm für EU-Förderung

Es fließt Fördergeld nach Wehringhausen. 85 000 , um die zentrale Einkaufsachse entlang der Langen Straße zu stabilisieren. Der Stadtteil hat Probleme, da ist jeder Cent recht. Das erhoffte Projekt „Soziale Stadt” mit einem Volumen von 10,5 Mio. ist dagegen in weite Ferne gerückt.

„Es ist noch nicht abgesagt, aber ich rechne nicht mehr damit, dass es kommt”, erklärte der Bezirksbürgermeister Mitte, Jürgen Glaeser, gestern leicht resigniert. Im Februar hatte er gemeinsam mit Sozialdezerent Dr. Christian Schmidt noch im Hauptausschuss appelliert, den Stadtteil nicht aufzugeben und das Projekt in der Prioritätenliste für Arnsberg weit oben zu postieren. Inzwischen ist klar, dass die Liste dann nicht mehr zieht, wenn die Stadt hohe Eigenanteile erbringen muss. Hier wären es über zwei Millionen €. Eine Summe, die Mentor Dr. Stefan Bajohr ebenso wenig abnickt wie Regierungspräsident Helmut Diegel.

Der Stadtteil Wehringhausen leidet unter wirtschaftlicher Strukturschwäche: Viele Geschäfte sind geschlossen. Das Projekt "Soziale Stadt" könnte helfen, aber es fehlen zwei Mio. Euro Eigenmittel. (Foto: Dietmar Wäsche)

Im Gegensatz zu Glaeser gibt Schmidt die Hoffnung allerdings noch nicht auf. „Wir möchten den Eigenanteil über Fonds erbringen, an denen sich zum Beispiel die Wohnungsgenossenschaften beteiligen könnten”. Bliebe immer noch ein Eigenanteil von rund 10 %, für den Düsseldorf Grünes Licht geben müsste. Nächste Woche wollen die Hagener im Ministerium noch einmal für eine Ausnahmegenehmigung werben. „Wir kämpfen weiter, ich sehe das Glas immer eher halbvoll”, so Schmidt. So wie das Projekt Soziale Stadt steht wegen der selben Problematik (Eigenanteil) auch der Stadtumbau-West auf der Kippe, bemerkte gestern Baudezernent Thomas Grothe. Wie es aussieht wäre es schon ein großer Erfolg, wenn es gelänge, bei der Landesregierung irgendwie finanziellen Spielraum zu schaffen, um Teile der Projekte umsetzen zu können. Dass Städte wie Hagen letztlich keine Fördermittel mehr bekommen, weil es ihnen finanziell zu schlecht geht, ist paradox, aber Gesetzeslage. Dass jetzt Gelder der Europäischen Union in den Stadtteil Wehringhausen fließen, ist letztlich dem Engagement der Einzelhändlerinitiative „Wir in Wehringhausen” zu verdanken. Deren Sprecherin, Gabrielle Haasler, hatte zwar auch auf „Soziale Stadt” gehofft, ist aber froh, dass ab November überhaupt Mittel zur Verfügung stehen. Das Gesamtvolumen beträgt 170 000 € auf zweieinhalb Jahre verteilt, Eigenanteil 50 %, abgedeckt durch die Arbeit der Händler und städtische Mitarbeiter, deren Aufgabe die Entwicklung des Stadtteils Wehringhausen ist. Das Geld sichert die bereits etablierten Aktionen wie die „Nacht der langen Tische” oder „leuchtendes Wehringhausen”. Außerdem soll die Ladenmeile aufgewertet und der Leerstand reduziert werden. „Hier haben wir ein Problem. Viele Hausbesitzer bei uns sind ältere Menschen, die nicht mehr vermieten möchten”, erklärt Haasler. Eine erste Idee: Den vielen Wehringhauser Künstlern die Flächen für Ausstellungen zur Verfügung stellen. Für alle Beteiligten eine attraktive Lösung – auch, weil es so gut wie nichts kostet.

Jens HELMECKE

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Kommentare
03.12.2008
10:12
Hagen zu arm für EU-Förderung
von Wehringhausener | #15

Auch wenn’s schon was her ist, bin halt durch Zufall hierher verschlagen worden, lohnt es sich doch mal was dazu zu schreiben.
Schon lange wohne ich in Wehringhausen und habe diese Viertel lieben gelernt. Aber irgendwann ist Schluß und es wir zu viel. Die Stadt hat wohl keinerlei Interesse daran hier mal Knöllchen für falschparken, rasen ins verkehrsberuhigten Zonen, Hundekot, Müllentsorgung oder sonst was zu stellen.
Der Fuzzi vom Ordnungsamt macht einen großen Bogen um bestimmte Bereiche und übersieht ganz das dort ein Lieferwagen den ganzen Tag vor dem Laden steht. (Natürlich ich vergaß der Wagen wird nur beladen, die Türen sind ja weit geöffnet)
Der Wilhelmsplatz und die Lange Straße werden natürlich in regelmäßigen Abständen besucht und dort werden kräftig Knöllchen verteilt. Aber wenn Pizzalieferwagen spät Nachmittag und Abends den Zebrastreifen blockieren wird einfach weitergefahren. Genauso schlimm finde ich mittlerweile allerdings auch die totale Vermüllung und Verkotung der Unteren Bereiche Wehringhausens. Da sich aber auch kaum Hausbesitzer um die Reinigungspflicht halten wäre es doch mal angebracht auch dort mal vorzusprechen.
Natürlich ist es auch sehr schwer hier einen Beutel mit Hundekot zu entsorgen, da es wohl nicht mehr als 4 Mülleimer in diesem Stadtteil, zumindest rund um den Wilhelmsplatz, gibt. Also ich frag mich jedesmal was ich mit dem Beutel voll ******* machen soll und werfe ihn dann in den nächsten Gully. Bin ich aber nicht der einzige.
Sorry Stadtentwässerung, aber sprecht mal mit den Kollegen vom HEB, vielleicht bringt’s ja was?
Na da sind noch viele Punkte, die hier aufgeführt werden könnten. Nur bringen wird’s wohl nichts.
Doch bevor ich hier im Dreck und Smog versumpfe ziehe ich hier wer!
Is zwar schade aber wenn ich mich mal umhöre hier wird oft drüber gesprochen.

Also Wehringhausener, wenn ihr nicht ganz versumpfen wollt packt euch mal an den eigenen Schopf und
MACHT MAL WAS!!!

26.08.2008
18:10
Hagen zu arm für EU-Förderung
von Robert T. | #14

Ich bin seit 1959 Wehringhauser; Wehringhausen ist mein Leben.
Metzger Regenbogen, ´´Das Lokal´´, Frau Karin Voigt im Lottoladen.
Alte Bekannte aus der ´´Kommune 54´´.
Ich habe schon einen Liegeplatz auf dem Buscheyfriedhof...................

Grüße aus der Pelmkestraße

17.08.2008
03:47
Hagen zu arm für EU-Förderung
von henne73 | #13

Es kann doch nicht sein, das Steuergelder dafür verschwendet werden, den Bürgern, ein schönes Umfeld zu schaffen, die es dann mit einem Grinsen wieder zerstören. Da sollte das Ordnungsamt mal öfter vorbei schauen und handeln! Es gibt schließlich einen Strafenkatalog, für Verschmutzung. Wieso wird der nicht angewand?
Die Haäser sind auch sehr verwahrlost! Auf der Langestrasse wurden viele Fassaden mit Steuerzuschüssen renoviert. Wie kann das sein? Die Besitzer haben viele Jahre nichts investiert und die Stadt-EU geben diesen Herrschaften noch eine Förderung! Das kann ich nicht ganz nach voll ziehen!
Es gibt Möglichkeiten, das Problem, in den Griff zu bekommen, ohne Steuergelder zu verschwenden. Sie müssen nur angewand werden!

16.08.2008
09:26
Hagen zu arm für EU-Förderung
von Susi | #12

Aber die können sich nicht mit Toilettenpapier den Allerwertesten abputzen.

15.08.2008
20:28
Blockierter Kommentar.
von Stutenkerl | #11

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.08.2008
18:30
Blockierter Kommentar.
von Susi | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

15.08.2008
12:38
Hagen zu arm für EU-Förderung
von fantomias | #9

mal ganz ehrlich: wenn es dieses lustige forum nicht gäbe, würde man vielleicht gar nicht merken, wie schlimm die verhälntnisse in wehringhausen sind. ich jedenfalls werde beim flanieren demnächst abstand von hauskanten wahren, um nicht von einem feuchten feudel am kopf getroffen zu werden *lach*

15.08.2008
12:36
Hagen zu arm für EU-Förderung
von fantomias | #8

es werden sogar täglich die ABFÄLLE gegrillt, die die hunde aus dem fenster geworfen haben! sodom und gomorrha!

15.08.2008
11:38
Hagen zu arm für EU-Förderung
von binheutegutdrauf | #7

Der Stadtteil Wehringhausen krankt an seinen Bewohnern. Wo früher das Bürgertum zu Hause war, fletzt sich heute der Mob mit Tagesfreizeit. Nirgendwo gibt es so viele Hunde wie in Wehringhausen. Dreck und ******* allerorten. Auch in der Buschey. Roon- und Moltkestraße werden Abfälle aus den Fenstern geworfen, täglich gegrillt und selbst das Waschmaschinenwasser wird aus dem Fenster geleitet. Beschwerden führen zu nichts. In den Rose-Häusern werden Renovierungsarbeiten vornehmlich am Samstag und Sonntag ausgeführ und das oft bis um 1 Uhr nachts.
Hier zu wohnen, wird immer härter.
Wer kann, zieht um!
Da helfen auch Millionen nicht, wenn die Menschen verrotten.

15.08.2008
09:53
Hagen zu arm für EU-Förderung
von Flummi | #6

@ von sven: Sowas mag im Bereich Dreikaiserbrunnen öfter passieren. Da kann man nur hoffen, dass die Stadt mehr Kontrollen macht und Knöllchen verteilt. Im oberen Bereich (Buscheystrasse, Roonstrasse, Pelmkestrasse etc) gibt es sowas zum Glück normalerweise nicht!

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