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Hagen wird zum Darmkrebszentrum

22.02.2012 | 19:43 Uhr
Hagen wird zum Darmkrebszentrum
Hagen ist Darmkrebszentrum: Dr. Doris Beißel, Chefärztin am Katholischen Krankenhaus (KKH) mit den Chefärzten Dr. Walter Kindermann und Dr. Joachim Frank (beide KKH) sowie den Chefärzten Prof. Wolfgang Timmermann, Dr. Rainer Markgraf, Dr. Bernhard Schopohl und Dr. Johannes Kirchner (AKH) und Gastroenterologe Dr. Oliver Treml.

Hagen.  Hagen ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als zertifiziertes Darmkrebszentrum anerkannt worden.

Hagen ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als zertifiziertes Darmkrebszentrum anerkannt worden.

Mediziner unterschiedlicher Fachrichtungen bündeln seit Jahren ihre Kompetenzen, um jeden Patienten mit der Diagnose Darmkrebs individuell optimal zu behandeln. Das Netzwerk verbindet klinische Einrichtungen der Allgemeinen Krankenhaus GmbH (AKH) und der Katholischen Krankenhaus GmbH (KKH), der gastroenterologischen Praxis von Dr. Oliver Treml, niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie ambulant tätige Spezialisten wie eine psychoonkologische Beratung und regelt die Kooperation zwischen den Experten.

„Wir haben die Strukturen geschaffen und sind jetzt als Darmkrebszentrum zertifiziert. Damit werden die hohen Standards anerkannt“, sagt Dr. Walter Lindemann, Chefarzt am KKH. Bundesweit gibt es rund 220 Darmkrebszentren bei 2000 Krankenhäusern. „Wir befinden uns deutschlandweit in der Spitzengruppe“, so Dr. Oliver Treml.

Von der Diagnose bis zur Nachsorge

Jeder an Darmkrebs erkrankte Patient, der in Hagen behandelt wird, erhält eine medizinische Versorgung von der Diagnose bis zur Nachsorge, die dem aktuell höchsten wissenschaftlichen Standard entspricht. Es finden wöchentliche Tumorkonferenzen mit den am Zentrum beteiligten Medizinern statt. Im Rahmen dieser Fallbesprechungen erarbeiten die Spezialisten für jeden Patienten einen individuellen, ganzheitlichen Behandlungsplan.

In Hagen erhalten jedes Jahr rund 150 Menschen die erschütternde Diagnose Darmkrebs. Deshalb werben die Mediziner dafür, die Möglichkeiten für Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen. „Wir müssen zu häufig die bittere Wahrheit verkünden, dass jemand an Darmkrebs erkrankt, und wahrscheinlich nicht zu heilen ist“, veranschaulicht Prof. Wolfgang Timmermann. Bei einer Früherkennung wären nahezu 90 Prozent der Patienten heilbar.

Mit einer Darmspiegelung können die Vorstufen des Darmkrebses, die Polypen, aufgespürt und entfernt werden. Diese Vorsorgeuntersuchung wird von den Krankenkassen ab dem 55. Lebensjahr bezahlt. Aber nur acht Prozent der Menschen dieser Altersgruppe nehmen das Angebot wahr.

Über das Darmkrebszentrum Hagen informieren die Mediziner auch auf den Hagener Gesundheitstagen , die am 17. und 18. März in der Stadthalle stattfinden.

Boris Schopper

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Kommentare
23.02.2012
11:42
Noch eine Korrektur bitte!
von e.steinberg | #2

Und die Hagener Gesundheitstage finden nicht in der Stadthalle, sondern in der SIHK statt!

23.02.2012
11:39
Namen korrigieren
von e.steinberg | #1

Leider ist da ein Fehler unterlaufen:
Dr. Walter Kindermann heißt richtig Lindemann!
Bitte korrigieren.

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