Hafen der Hoffnung für 38 Kinder

Haven of Hope heißt das Kinderheim in Kenia, das Hannah Hüsecken (23) aus Hohenlimburg mit dem Förderverein JONA e.V. unterstützen möchte.
Haven of Hope heißt das Kinderheim in Kenia, das Hannah Hüsecken (23) aus Hohenlimburg mit dem Förderverein JONA e.V. unterstützen möchte.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Es ist ein Hafen der Hoffnung (Haven of Hope), den die 23-jährige Hohenlimburgerin Hannah Hüsecken mit ihrem Freund Matthias Niesyto und ihrer Freundin Charlotte Gerigk und inzwischen 15 weiteren Mitgliedern des Fördervereins JONA e.V. ausbauen möchte. Ein Hafen, der 38 Kindern im Altern zwischen 18 Monaten und 15 Jahren im fernen ostafrikanischen Staat Kenia Sicherheit und Schutz bietet, damit sie irgendwann einmal ein eigenes, selbstbestimmtes Leben führen und das Leid und die Grausamkeiten, die sie in ihrem jungen Leben erfahren haben, vergessen können.

Dazu hat das Trio im Herbst des vergangenen Jahres den gemeinnützigen Verein gegründet, um mit den Spenden und den Mitgliedsbeiträgen das Kinderheim in Nakuru zu unterstützen. Denn dort, im Hafen der Hoffnung, hat Hannah Hüsecken als Studentin der Evangelischen Fachhochschule in Bochum im Jahr 2013 im Rahmen eines dreimonatigen Praktikums angelegt. Sie hat dabei die großartige Arbeit kennen und schätzen gelernt, die der Heimleiter („Dad“ gleich Vater) und die Angestellten (Wäschefrau, Koch, Kinderpflegerin), die von den Kindern Onkel und Tante genannt werden, leisten.

Kinder gehen oft hungrig ins Bett

„Manchmal reicht für die 38 Kinder die Nahrung nicht. Dann gehen die Kinder hungrig ins Bett. Und wenn es etwas Besonderes zu essen gibt, stürzen sich die Mädchen und Jungen mit einem unbeschreibbaren Heißhunger darauf“, berichtete sie von ihren Erfahrungen. Denn Kinderheime werden in Kenia nicht vom Staat unterstützt Sie (über-)leben fast ausschließlich durch Spenden. Hinzu kommt, dass die Waisen oder Halbwaisen in Privatschulen gehen, die ebenfalls finanziert werden müssen.

Aus diesem Grund hält Hannah Hüsecken nach Privatpersonen oder Unternehmen Ausschau, die eine (Schulgeld-)Patenschaft übernehmen. 25 Euro kostet das pro Monat für ein Grundschulkind, das die Primary School besucht; 30 Euro der Besuch der weiterführenden Schule (Nursey School), die in Kenia mit der achten Klasse endet. Diese Schule wird mit einer Prüfung abgeschlossen, die landeseinheitlich ist. Die Mädchen und Jungen erhalten dann ein Kenya Certificate of Primary Education.

Durch den persönlichen Kontakt zu den Verantwortlichen des Kinderheimes garantiert Hannah Hüsecken, dass das Geld auch wirklich bei jedem Kind ankommt. Dieses stellt sie in einer Informationsmappe in Bild und Wort vor, so dass jeder Pate weiß, wen er fördert.

Zahnbürsten und Schuhe

Doch es sind nicht nur Geldspenden, die den Kindern helfen. Auch Sachspenden. Anfang Dezember ist die 23-jährige nach Ostafrika geflogen und hat u.a. Schuhe und Zahnpflegeprodukte, die von einer heimischen Zahnärztin gespendet worden waren, mitgenommen. „Damit haben wir mit den Kindern das Zähneputzen trainiert.“ Insbesondere Schuhe sind begehrt. Hannah Hüsecken: „Die werden in Kenia getragen, bis sie auseinander fallen.“