Gruseliger Spaß für groß und klein

Eine Woche standen die Container für den Filmdreh auf dem oberen Schlossparkplatz.
Eine Woche standen die Container für den Filmdreh auf dem oberen Schlossparkplatz.
Foto: WP

Hohenlimburg..  Da wird sich mancher Spaziergänger oder Wanderer gewundert haben: Der Parkplatz am Schloss war seit Mitte der vergangenen Woche komplett belegt mit weißen Wohnwagen und Containern, auf denen seltsame Aufschriften wie „Maske“ und „Aufenthalt“ zu lesen waren. Dazwischen geschäftige Menschen mit Funkgeräten am Gürtel oder am Ohr – was ging da nur vor?

Jetzt, nachdem dieses merkwürdige Lager und die geschäftigen Menschen wieder größtenteils verschwunden sind, dürfen wir den Schleier des Geheimnisses lüften: Das Schloss war Drehort für den dritten Film über die beiden Vampirschwestern Silvania und Dakaria.

Diese dürften Erwachsenen eher weniger bekannt sein, wohl aber vielen Kindern und Jugendlichen. Das gilt vor allem für jene, die auch schon die ersten beiden Teile der Reihe im Kino gesehen oder die Bücher von Franziska Gehm gelesen haben, die als Vorlage dienen.

Ausgewählte Location-Scouts

Ausgewählt haben die „Location Scouts“ der Produktionsfirma das Schloss nicht wegen seiner idyllischen Lage auf dem Schlossberg. Tatsächlich ist das Gebäude als Ganzes in dem Film gar nicht zu sehen. Es waren eher die besonderen Räumlichkeiten, kombiniert mit einer guten Zugänglichkeit und viel Platz. „Wir drehen nur in den Innenräumen des Schlosses“, bestätigt Philip Gritzka, Motivaufnahmeleiter des Filmteams. „Dabei kam uns sehr entgegen, dass dort zur Zeit renoviert wird und die Lehmwände nackt, ohne Tapeten sind. Das unterstreicht die magische, archaische Atmosphäre, die wir im Film darstellen wollen.“

Denn auf der Leinwand wird beispielsweise der Rote Salon zu einem „Magischen Raum“ im „Schwarzen Schloss“ der Vampirkönigin, das in einer riesigen Höhle in Transylvanien verborgen liegt. Dorthin wurde Silvanias und Dakarias kleiner Bruder entführt, und natürlich setzen die beiden alles daran, ihn wieder zu befreien.

Im Film dürften selbst Kenner des Schlosses die Räume allerdings kaum wiedererkennen: Das insgesamt 43-köpfige Filmteam hat mit mitgebrachten Requisiten, viel Farbe und Einfallsreichtum ganze Arbeit geleistet.

Weitere Dreharbeiten in Bayern

Auch der Eigentümer des Schlosses, Fürst Maximilian zu Bentheim-Tecklenburg, zollte den Szenenbildnern seinen Respekt: „Die Gestaltung ist sehr gut gelungen und wirkt, als wären die Räume schon immer so gewesen“, meint er anerkennend und erzählt amüsiert: „Die Besucher des Konzertes von Ketil Haugsand im Rahmen des Klavierfestivals Ruhr sind am 9. Juni durch die fertig umgestalteten Räume gegangen, ohne zu merken, dass sie in einem Filmset waren.“ Aber natürlich wurde nach dem Ende der Dreharbeiten im Schloss am Dienstag alles wieder in den ursprünglichen Zustand zurück versetzt.

Jetzt ist das Filmteam weitergezogen zum nächsten von insgesamt zehn Drehorten in Nordrhein-Westfalen, zu denen u.a. auch die Dechenhöhle in Letmathe gehört, wo in den kommenden Tagen gedreht wird.

Im Jahr 2016 zu sehen

Weitere Dreharbeiten sollen im Juli in Bayern stattfinden.

Zu sehen sein wird der Film „Die Vampirschwestern 3“ dann voraussichtlich im kommenden Jahr in den Kinos, wieder mit Marta Martin und Laura Roge in den Hauptrollen und weiteren bekannten Darstellern, darunter Christiane Paul und Michael Kessler. Regie führt Tim Trachte.