Grundsteinlegung für Spaßbad in Hagen
30.07.2008 | 19:01 Uhr 2008-07-30T19:01:00+0200
Mit der Grundsteinlegung fiel gestern Vormittag der Startschuss für den Rohbau des 25 Mio. teuren „Zentralbads” am Ischeland.
Ein derartiges Mammutprojekt wird es in Hagen in den nächsten Jahren nicht wieder geben. Für Oberbürgermeister Peter Demnitz (SPD) hat der Bau Signalwirkung. Er beweise, dass vor Ort die einschlägige Kompetenz für eine zukunftsfähige Stadt vorhanden sei. Es soll, das betonte der OB ebenso wie der Architekt, Dr. Michael Krieger, ein Bad für alle Hagener werden, erwartet wird eine Strahlkraft weit über Hagens Grenzen hinaus. „Allen Bedürfnissen gerecht zu werden und gleichzeitig das Defizit zu senken, wird fürwahr keine leichte Aufgabe”, so Demnitz. Den weg dafür habe Ivo Grünhagen bereitet, der heute seinen letzten Tag als Bäderchef erlebt und ab morgen in die Vorstandsetage der SEWAG wechselt. Trotz großer Probleme bei den Baukosten, sei man noch im Plan. Um bis zu 40 % seien die Rohstoffpreise zum Teil gestiegen. Stahl beispielsweise von 850 € in der Anfangskalkulationsphase auf heute 1250 € pro Tonne. Rund eintausend Tonnen werden immerhin verbaut, erläuterte gestern Architekt Krieger. Und 12 000 Tonnen Beton vergossen, „wenn alle Bürger zu zweit baden, könnte man damit alle Badewannen in Hagen füllen”. Es ist schon eine beeindruckende Kulisse auf dem Gelände, wo vor 55 Jahren das Ischelandbad gebaut wurde. Ein immer noch herrliches Gelände, obwohl noch tiefe, große Löcher und hohe Kräne die Szenerie bestimmen. Bereits im Frühjahr soll Richtfest sein, Ende 2009 dann „die pünktliche Übergabe”, rechnet Krieger - wenn nichts dazwischen kommt. Zu einem guten Ende bringen muss den badneubau Grünhagen Nachfolger Christoph Köther. „Geschickterweise überlasse ich Herrn Köther die Aufgabe, die Kosten einzuhalten”, bemerkte der kommende SEWAG-Chef mit einem Augenzwinkern. Köther sieht es als „eine echte Herausforderung”, die er optimistisch angehen werde.
„Diese Bad wird unter die ersten Zehn in Deutschland kommen”, prophezeite gestern Architekt Dr. Michael Krieger am Rande der Grundsteinlegung.
Mehr als 200 Bäder hat das Architekturbüro aus Velbert bereits entworfen und realisiert, das Hagener allerdings „ist das größte Bad, das wir je gebaut haben”, so Krieger.
Und er kann sich nicht allein aus diesem Grund dafür begeistern. „Ein Riesending. Es wird alles bieten, für alle Alterstufen vom Baby bis zur alten Oma”. Ein Bad dieser Größenordnung heute noch bauen zu können, sei „nicht normal”. Rund 70 000 Quadratmeter Raum werden am Ischeland umbaut. 2285 Quadratmeter Wasserfläche plus 1000 qm Schwimmteich im Saunabereich sollen geboten werden. Der DSV habe bereits schrfitlich zugesichert, dass Hagen, dank des Olympiabeckens, Stützpunkt sein wird. An den Spaßbereich schließen sich draußen 2000 Quadratmeter Terrasse an der Seite zum Ischelandteich an, außerdem ein 800 qm großer Beachbereich. Und: Neben der Spaßrutsche wird es „natürlich auch ein Drei- und ein Ein-Meter-Sprungbrett geben”, so Dr. Michael Krieger.
16:10
Das Bad an sich ist immer noch allemal besser, sinnvoller und dem Bürger nützlicher als wie das Emil-Schumacher-Museum wofür auch 26 Millionen rausgequarzt worden sind !!!
11:47
Schön das auf die steigenden Kosten schon heute vorsichtig hingewiesen wird. Es wird aber sicher so enden, wie bei allen Projekten in der Stadt: Kosten ohne Ende! Herr Grünhagen hat sich früh genug aus dem Staub gemacht und ist dann nicht mehr verantwortlich, dass kommt einem doch irgendwie bekannt vor! Viel Erfolg bei steigenden Preisen und einem spaßigen Bad.
11:12
Unter den besten 10!? Ein 1meter und ein 3meter Sprungbrett! Sagenhaft! Dann gibt es ingesamt also nur 9 Bäder im Land die 5 und 10er Bretter haben? Guter Witz echt!!!
09:41
Fein, dass eine Stadt, die unter Zwangshaushalt steht, so ein Projekt überhaupt stemmen darf. Der Untergang der Stadt Hagen ist damit besiegelt. Aber ist schon richtig sich so eine schickes Denkmal zu setzten, wenn man die Abwanderungsrate von 16% nicht in den Griff bekommt. Die werden mit Sicherheit wegen des Bads nun in Hagen bleiben wollen. Ich schliesse mich Bubusmeinung an, dass die Kosten des Bads min. auf 30 Millionen ansteigen werden. Eher mehr.
07:42
@ Bubu Dann leg mal Zahlen auf den Tisch, dass das Bad NICHT 25 Mio. € kostet. Halte nämlich dagegen
@ Alle Versteht Ihr denn nicht, dass Werbung in eigener gemacht werden muss? Soll der Architekt sagen, dass sei eines der Top 100-Bäder in Deutschland? Eure BILDund scheint ihr auch alle aus www.derwesten.de zu haben.
07:16
Nur 25 Mio. Wer es glaubt. Ich wette gegen die Verantwortlichen, das das Bad mindestens 30-35 Mio kostet. Einsatz: Kiste Bier
01:36
Natürlich rechnet sich das Bad, es müssen nur jedes Jahr 300.000 Leute schwimmen gehen. Jeden Tag fast 1000 Besucher, hört sich ja seeehr realistisch an.Der Eintritt soll ja auch nicht teurer werden, als bei den alten Bädern;)
23:47
Grundsteinlegung für einen Flop. Spätestens in einigen Jahren wird festgestellt werden das sich das Bad wirtschaftlich niemals rechnen kann. Das es unter die ersten Zehn in Deutschland kommt . schon gut möglich. Aber trotzdem eine Verschlechterung gegenüber heute. Bei den Derivatgeschäften waren die Hagener unumstritten die Nr. 1 !!
23:01
Ein Bad dieser Größenordnung heute noch bauen zu können, sei „nicht normal”, sagt der Architekt.
Passt aber auch für die Stadt: Ein Investition dieser Größenordnung heute stemmen zu wollen, Mentor her oder hin, ist eher Hagen.
Dass die Verantwortlichen aber wirklich glauben, mit dieser Investition Geld einsparen zu können, ist Hagen-typisch.
Warten wir mal ab, was am Ende bei der Wirtschaftlichkeit herauskommt, aber das ist ja nach der Wahl.....
Ebenso erst nach der Wahl werden die Bürger merken, dass dieses Spaßbad gar kein Freibad ist. Gut möglich, dass dann die Euphorie verflogen ist...
19:34
Na und was sagt die Stänkerpartei Bürger für Hagen dazu?