Grundschule im Volmetal zweizügig
23.02.2013 | 08:01 Uhr 2013-02-23T08:01:00+0100
Hagen. Mit zwei Klassen à 16 Schülern geht die Grundschule Volmetal in Dahl an den Start.
Die 31 öffentlichen Hagener Grundschulen dürfen im Sommer 59 Eingangsklassen bilden. Darauf verständigten sich in dieser Woche die Politiker aller Fraktionen im Schulausschuss als auch im Stadtrat.
Vorausgegangen waren langwierige Verhandlungen. Das Schulamt hatte im Januar vorgeschlagen, lediglich 56 Eingangsklassen zu bilden. Darüber setzten sich die Politiker nun mit der Begründung hinweg, den vom Gesetzgeber vorgegebenen Rahmen (laut kommunaler Klassenrichtzahl dürfen 59 Klassen an den Start gehen) ausschöpfen zu wollen.
Politiker sind sich einig
Dies kommt vor allem der Grundschule in Dahl zugute, die nun 32 i-Männchen, verteilt auf zwei erste Klassen mit je 16 Schülern, aufnehmen darf. Die Politiker waren sich einig, dass man den Kindern aus dem Volmetal keinen Schulweg bis nach Delstern zumuten dürfe. „Ich finde es klasse, dass wir über alle Fraktionsgrenzen hinweg einig geworden sind“, so Ellen Neuhaus (CDU), Vorsitzende des Schulausschusses.
Nicht alle Eltern können ihre Kinder an der Grundschule ihrer Wahl unterbringen. Die meisten Absagen müssen die Schulen Kuhlerkamp (8), Kipper (7) und Hermann Löns (7) erteilen. Die Löns-Schule bleibt mit 78 Schulanfängern immer noch eine der größten Grundschulen.
Weitere Schließungen
Bis auf die Overbergschule, die eine Klasse mit 29 Schülern bildet, sitzen in allen anderen ersten Klassen maximal 26 Kinder an den Pulten. Das werde der Qualität des Unterrichts zugute kommen, ist Frau Neuhaus überzeugt.
Nun werden Schulamt und Schulpolitiker, wie von der Bezirksregierung gefordert, über weitere Schulschließungen verhandeln. Neben der Regenbogenschule in Hohenlimburg und einer Lehranstalt in Haspe (hier läuft nach Informationen unserer Zeitung alles auf die Spielbrinkschule, Büddingstraße, zu) sollen in weiteren Bezirken Standorte aufgegeben werden.
15:35
#1 Wenn sie keine Ahnung haben behalten sie ihr Halbwissen doch einfach für sich und schreiben nicht so ein Mist aber Hauptsache kommentieren.Gerade Schulen mit hohem Migrationsanteil bekommen kleine Eingangsklassen.Einfach mal zum Schulausschuss gehen und richtig hin hören.
00:01
Eine Grundschulklasseneinganzfrequenz von 29 Schülern ist die gesetzlich vorgegebene Grenze, ab der geteilt oder abgewiesen werden muss. Die Gesamtzahl der möglichen Eingangsklassen in Hagen hängt an der Gesamtzahl der GS-Schulanmeldungen in Hagen.
In diesem Rahmen soll es aber sehr ungleich zugehen:
Während an der GS in Dahl bei 32 Anmeldungen zwei Eingangsklassen zu komfortabel je 16 Schülern gebildet werden, sollen an anderen GS in Hagen Eingangsklassen bis zu 29 Schülern gebildet werden und darüber hinausgehende Anmeldungen werden an drei Schulen abgewiesen, statt auch dort in mehrere Klassen aufzuteilen.
Mal wieder geht die Hagener Bildungspolitik bequemlich den Weg des geringsten Widerstandes: dem Protest der Lobby der bürgerlichen Vororte wird umgehend nachgegeben - leider aber ausschließlich zu Lasten der Innenstadtschulen mit dem höchsten Migrationsanteil. Ausgerechnet dort sind dann offenbar Eingangsklassen mit 29 Schülern zumutbar.